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            <title>Landesdelegiertenkonferenz: Anträge</title>
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                <title>Landesdelegiertenkonferenz: Anträge</title>
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                        <title>F2neu: Haushalt 2018</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Haushalt_2018-1382</link>
                        <author>Landesvorstand, Finanzausschuss (beschlossen am: 28.09.2017)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus technischen Gründen findet ihr den Antrag zum Haushaltsplan 2018 hier:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://gruene-bayern.de/wp-content/uploads/2017/09/F2_Haushaltsplan_2018.pdf">https://gruene-bayern.de/wp-content/uploads/2017/09/F2neu-Haushaltsplan-2018neu.pdf</a></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Sep 2017 12:01:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F1: Verwendung des Überschusses aus 2016</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Verwendung_des_Ueberschusses_aus_2016-54721</link>
                        <author>Landesvorstand, Landesausschuss, Finanzausschuss (beschlossen am: 02.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Verwendung_des_Ueberschusses_aus_2016-54721</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesversammlung möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Überschuss aus 2016 in Höhe von 39.830,20 wird wie folgt verwendet:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. 35.000 Euro werden zur Finanzierung der Kampagne zu unserem Volksbegehren gegen den Flächenfraß verwendet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Die übrigen 4.830,20 Euro gehen in die Wahlkampfrücklagen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die 35.000 Euro sind ein guter Grundstock für eine Kampagne, wenn auch natürlich noch nicht ausreichend. Natürlich werden noch andere Organisationen sich beteiligen und wir werden Spenden einwerben. Zum Vergleich: Die Kampagne zum Volksbegehren „Studiengebühren“ hatte rund 130.000 Euro gekostet, wir waren mit 15.000 Euro beteiligt.<br>
Die knapp 5.000 Euro werden voraussichtlich zur Deckung der Ausgaben zur Bundestagswahl benötigt. Sollte hierfür Geld übrigbleiben, so fließt das Geld natürlich in die Landtagswahl. Hier planen wir mit einem Etat von rund 580.000 Euro zuzüglich Spenden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Sep 2017 11:52:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Wir bewegen ganz Bayern - Mehr öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Wir_bewegen_ganz_Bayern_-_Mehr_oeffentlichen_Verkehr_im_laendlichen_Raum-33050</link>
                        <author>Landesvorstand, Ludwig Hartmann (MdL), Markus Ganserer (MdL), Jens Marco Scherf (KV Miltenberg (beschlossen am: 08.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Wir_bewegen_ganz_Bayern_-_Mehr_oeffentlichen_Verkehr_im_laendlichen_Raum-33050</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Garantiert mobil - egal wo in Bayern du lebst</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mobilität ist eine wesentliche Grundlage für die Teilhabe am öffentlichen Leben. Doch gerade im ländlichen Raum besteht der ÖPNV weitestgehend aus Schülerverkehren und stellt für die Menschen keine wirkliche Mobilitätsalternative zum Pkw dar. Doch bei weitem nicht alle Menschen haben jederzeit ein eigenes Auto rund um die Uhr zur Verfügung. Bayernweit kommen auf 1000 Einwohner*innen im Schnitt nicht einmal 600 PKW. Die PKW Verfügbarkeit ist sozial sehr unterschiedlich verteilt. Daten aus Niederösterreich zeigen, dass vor allem Arbeitslose und im Haushalt Tätige (zu 49 bzw. 44 Prozent) nicht jederzeit über einen Pkw verfügen können. So besitzen dort 40 Prozent der Haushalte im unteren Einkommensviertel keinen Pkw, bei den Haushalten im obersten Einkommensviertel sind es nur 11 Prozent. Eine deutliche Verbesserung des ÖPNV Angebotes im ländlichen Raum ist nicht nur aus Klimaschutzaspekten dringend geboten. Es ist vor allem eine Frage der gleichwertigen Lebensverhältnisse und der sozialen Gerechtigkeit. Denn dort, wo sich Nahversorgungs-, Bildungs- und andere öffentliche Einrichtungen auf dem Rückzug befinden, ist ein gutes Mobilitätsangebot von umso größerer Bedeutung, um auch in Zukunft attraktive Lebensbedingungen zu gewährleisten. Junge Menschen lassen sich auch nur dann an den ländlichen Raum binden, wenn sie bereits als Jugendliche merken, dass auch ihre Mobilitätsbedürfnisse ernst genommen werden. Deswegen brauchen wir eine Mobilitätsgarantie für Bayern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auch all denen Menschen, die keinen Führerschein besitzen, sich kein eigenes Auto leisten können oder wollen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Auto fahren können, Mobilität ermöglichen. Daher ist unser Ziel eine Mobilitätsgarantie für Bayern. Langfristig sollen alle Orte im Land an allen Wochentagen von fünf Uhr morgens bis Mitternacht mindestens stündlich angebunden sein. Als ersten Schritt in diese Richtung müssen landesweit gültige Mindeststandards bezüglich der Bedienhäufigkeit definiert werden und die Landesfördermittel entsprechend dem Bedarf erhöht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wie erreichen wir dieses Ziel?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Bayern-Takt auch für den Bus zur Ergänzung der Bahn </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Schienenverkehr gewährleistet zwar bereits eine grobe Erschließung der Fläche, er konzentriert sich aber meist nur auf die Anbindung der umliegenden Ballungsräume und kann somit nur einen Teil der Verkehrszwecke der ländlichen Bevölkerung abdecken. Der SPNV ist um getaktete, regionale Buslinien, die im Stundentakt Anschluss an die Schiene herstellen, zu ergänzen. Dafür muss den kommunalen Aufgabenträgern eine ausreichende finanzielle Ressource zur Verfügung gestellt werden, um einheitliche und definierte Mobilitätsstandards zu erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Flexible Angebote </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein attraktives stündliches Angebot auch am Wochenende heißt nicht zwangsläufig, dass im Stundentakt leere Busse durch die Dörfer gondeln müssen. Angebote wie Rufbus oder Bürgerbus bieten neue Perspektiven für flexible Bedienkonzepte - überall dort, wo ein attraktiv getakteter Busverkehr im Regelbetrieb nicht umsetzbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Neue Angebotsformen – Mobilitäts-App</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Digitale Systeme eröffnen neue Möglichkeiten für neue Angebotsformen. Mobiles Internet macht es unglaublich einfach, alle verfügbaren Mobilitätsformen im ländlichen Raum zu bündeln und intelligent miteinander zu verbinden. Wir wollen diese Möglichkeiten nutzen und Angebote schaffen, damit die Menschen ans Ziel kommen, selbst dann, wenn dies mit einer bestehenden Verbindung nicht möglich ist. Dafür muss in die App ‚bayern-fahrplan.de‘ die Buchung von Rufbussen, die automatische Suche nach Mitfahrgelegenheiten von flinc oder ähnliches sowie Car-Sharing-Angebote integriert werden, um Mobilitätsangebote über den öffentlichen Nahverkehr hinaus zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Mobilitätsdrehscheiben </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Knoten- und Busbahnhöfe im ländlichen Raum sind zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität zu multimodalen „Mobilitätsdrehscheiben“ zu entwickeln. Diese verknüpfen leistungsfähige ÖPNV-Angebote auf den Hauptachsen mit örtlichen und regionalen Busverkehrssystemen, die für die letzte Meile mit Car-Sharing-Systemen (unter Berücksichtigung der E-Mobilität) sowie Radstationen mit Fahrradverleihsystemen abgerundet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Potentiale des Schienenverkehrs nutzen </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Bewältigung der Verkehrsströme aus den ländlichen Raum hin zu den Verdichtungsräumen kann die Schiene als Rückgrat des ÖPNV noch deutlich mehr leisten. Daher fordern wir eine Offensive für die Reaktivierung von Bahnstrecken und Bestellung von Regelverkehren – im verlässlichen Stundentakt. Darüber hinaus wollen wir die Fahrzeiten durch Schließung von Elektrifizierungslücken oder Infrastrukturausbauten verkürzen und das Angebot gut ausgelasteter Strecken auf einen Halbstundentakt verdichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Potentiale des Radverkehrs nutzen</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mobilität muss vernetzt gedacht werden – landkreisweite Radwegekonzepte mit optimalen Radwegeführungen (u.a. Radschnellwege) unter Integration der E-Mobilität erhöhen bei einer guten Vernetzung mit Bus und Bahn die Mobilität im ländlichen Raum. Radstationen, Leihräder und E-Bike-Ladestationen an zentralen Bahnhöfen und Busbahnhöfen vernetzen die unterschiedlichen Mobilitätsarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einfach besser unterwegs</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die CSU hat in Bayern nicht nur ein völlig unzureichendes ÖPNV Angebot zu verantworten, sondern auch der Öffentliche Nahverkehr ist grottenschlecht organisiert. Das sind nicht aufeinander abgestimmte Fahrpläne, oft nicht funktionierende Anschlüsse zwischen Bus und Bahn, falsche Fahrplanauskünfte im Internet, fehlende Preisauskünfte und ein regelrechter Tarif- und Fahrkartenwirrwar. Das wollen wir besser organisieren. Wir wollen die Fahrt mit den „Öffentlichen“ so angenehm und einfach wie möglich gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Flächendeckende Verkehrsverbünde</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kleinstaaterei im ÖPNV und viele weiße Flecken in der Verkehrsverbundlandschaft Bayerns müssen der Vergangenheit angehören, denn: ein Verkehrsverbund ist die beste Plattform für die Kooperation zwischen den Verkehrsunternehmen. Er koordiniert Bus und Bahn, sorgt für ein einheitliches Fahrpreissystem und abgestimmte Fahrpläne. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass zukünftig der gesamte öffentliche Personennahverkehr über Verkehrsverbünde erbracht und organisiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Ein Ticket für alles </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aufbauend auf zukünftig flächendeckend vorhandene Verkehrsverbünde und einem einheitlichen Landestarif ist es in Zukunft möglich, mit einer einzigen Fahrkarte in Bayern von Tür zu Tür reisen. Das Bayern-Ticket soll zukünftig auch als Monats- und Jahreskarte ohne Ausschlusszeiten angeboten werden, um noch mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Mobilität für alle bis 18 sowie Auszubildende &amp; Studierende</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen eine landesweit einheitliche Regelung für die kostenlose Mitnahme von Kindern sowie ein bezahlbares und landesweit gültiges Jugend- und Azubiticket. So lernen Kinder und junge Menschen früh die Vorzüge des ÖPNV schätzen, die Orientierung auf den motorisierten Individualverkehr sinkt, nach dem Motto: Wer früh Bus fährt, verzichtet später eher aufs Auto.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Fahrplan und Echtzeitdaten</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem sorgen wir dafür, dass alle im ÖPNV tätigen Verkehrsunternehmen ihre Fahrplan- und Echtzeitdaten zum Zwecke der Fahrgastinformation und der Anschlusssicherung bereitstellen, die in einer bayernweiten Mobilitäts-App für alle leicht verfügbar sind.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Sep 2017 11:03:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: Für Klimaschutz, saubere Luft und lebenswerte Städte</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Fuer_Klimaschutz_saubere_Luft_und_lebenswerte_Staedte-12119</link>
                        <author>Landesvorstand, Markus Ganserer (MdL (beschlossen am: 08.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Fuer_Klimaschutz_saubere_Luft_und_lebenswerte_Staedte-12119</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen vor immensen Anstrengungen, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Dazu müssen wir dringend die Verkehrswende hin zu einer klimafreundlichen Mobilität einleiten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts müssen Industriestaaten wie Deutschland die Treibhausgas-Emissionen um mindestens 80 bis 95 % gegenüber 1990 senken. Doch der Verkehr fährt beim Klimaschutz hinterher. Die CO<sub>2</sub>-Emissionen liegen im Verkehrssektor heute sogar über dem Niveau von 1990. Fast 40 Prozent der energiebedingten CO<sub>2</sub>-Emissionen stammen in Bayern aus dem Verkehrsbereich. Damit ist klar: Der Verkehr braucht dringend eine neue Richtung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verbrennungsmotoren verursachen aber nicht nur den Klimakiller CO<sub>2</sub>, sondern sie stoßen auch für den Menschen giftige Abgase aus - gefährliche Stickoxide In vielen deutschen Städten ist die Luft stark mit gesundheitsschädlichem Stickoxid (NO<sub>x</sub>) belastet, 67 % dieser Emissionen werden dabei von Diesel-PKWs verursacht. In Bayern betrifft das ganz besonders die Stadt München, aber auch Nürnberg, Augsburg, Würzburg und Regensburg liegen über den zulässigen Schadstoffgrenzwerten. Damit verstoßen Bayern und Deutschland seit Jahren gegen europäisches Recht. Die Bundesregierung hat dafür zu sorgen, dass die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten werden. Nur so können europäisches Recht eingehalten und gerichtlich verordnete Fahrverbote noch abgewendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesundheit schützen - Blaue Plakette einführen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Großteil der innerstädtischen Stickoxidemissionen stammt aus den Dieselabgasen, die nicht den Herstellerangaben entsprechen, sondern durch illegale Abschalteinrichtungen und vorsätzlichen Betrug die Luft in unseren Städten belasten. Die gesundheitliche Beeinträchtigung von vielen Menschen ist damit billigend in Kauf genommen worden. Doch die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger muss über den Geschäftsinteressen der Automobilhersteller stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die von der Automobilindustrie angebotenen Softwareupdates reichen bei Weitem nicht aus. Die nächste Bundesregierung muss deshalb die Einführung der Blauen Plakette ermöglichen. Denn die Städte brauchen ein wirksames und bundesweit einheitliches Instrument, um den Straßenverkehr zum Schutze der Gesundheit zu regulieren und generelle Fahrverbote zu vermeiden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dieselskandal schonungslos aufklären</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die für den Dieselskandal Verantwortlichen in den Konzernspitzen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Wir GRÜNE werden uns nicht damit abfinden, dass Abgasvorschriften für Pkw nur auf dem Prüfstand eingehalten werden. Sowohl die schon im Betrieb befindlichen als auch entsprechende Neufahrzeuge müssen die Grenzwerte auf der Straße einhalten. Die Autoindustrie muss auf ihre Kosten Fahrzeuge wirkungsvoll nachrüsten. Da das Kraftfahrtbundesamt als Kontrollorgan versagt hat, fordern wir eine unabhängige Institution, die in das Umweltbundesamt integriert ist und mit wirksamen Kontrollen auch für die Einhaltung der Grenzwerte auf der Straße garantiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Dieselskandal offenbart, wie die Bundesregierung, allen voran CSU-Bundesverkehrsminister Dobrindt über Jahre die Manipulationen in der Automobilindustrie mitgetragen haben. Auf fahrlässige Weise hat der Bund die gesundheitlichen Gefahren, die von Diesel-Verbrennungsmotoren im Straßenverkehr ausgehen verharmlost und die Kommunen im Stich gelassen. Das CSU geführte Bundesverkehrsministerium hat den Betrug der Autokonzerne an Umwelt und Verbraucher*innen gedeckt und vertuscht. Die politische Verantwortung dafür muss der Bundestag in der kommenden Legislaturperiode schonungslos aufklären. Die Politik darf das Geschehene nicht einfach so unter den Teppich kehren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Staat muss durch neue Rechtsschutzmöglichkeiten gewährleisten, dass die von den Abgasmanipulationen betroffenen Autokäufer*innen ihr Recht auf Schadensersatz zusammen durchzusetzen können. Gruppenklagen müssen daher angesichts der drohenden Verjährung umgehend zugelassen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verantwortung für Klima und Automobilstandort</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE tragen Verantwortung für den Klimaschutz und die Arbeitsplätze am Automobilstandort Bayern. Auch bei der Realisierung der von uns geforderten Verkehrswende wird das Auto ein wichtiges Fortbewegungsmittel bleiben, gerade im ländlichen Raum. Das bisherige Geschäftsmodell der Deutschen und Bayerischen Automobilindustrie – der Verkauf von Fahrzeugen mit fossil betriebenem Verbrennungsmotor – steht auf wackeligen Füßen. In Europa werden von Norwegen über die Niederlande und Großbritannien bis Österreich gesetzliche Auslaufdaten für Verbrennungsmotoren diskutiert. In Norwegen liegt der Marktanteil von Elektroautos schon heute bei 23 Prozent. Bei der Herstellung von Elektromobilfahrzeugen und Batterien verfügen China, Japan und die USA bereits über einen großen Vorsprung. Die Automobilindustrie und der Verbrennungsmotor hat Arbeitsplätze und Wohlstand für Bayern gebracht, doch wer die Zeichen der Zeit nicht richtig erkennt und handelt, der setzt diese in der Zukunft aufs Spiel. Wir wollen verhindern, dass Ingolstadt oder Dingolfing das „Detroit von morgen“ werden. Noch können wir Vorreiter für die ökologische Modernisierung werden. Deshalb wollen wir jetzt der Automobilindustrie klare Rahmenbedingungen aufzeigen. Ab 2030 sollen alle Neuwagen abgasfrei sein. Das ist gut für unser Klima und rettet die deutsche Autoindustrie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Kaufanreize schaffen, die für die öffentliche Hand aufkommensneutral sind. Deswegen fordern wir, die Kfz-Steuer in Deutschland in eine CO<sub>2</sub>-abhängige Kfz-Zulassungssteuer mit Steuerfreiheit für emissionsfreie Fahrzeuge umzuwandeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Saubere Luft in lebenswerten Städten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht alle Verkehrsprobleme der Großstädte lassen sich allein unter der Motorhaube lösen. Neue Umgehungsstraßen werden nicht besser, wenn zukünftig Elektroautos darüber rauschen. Die Staus auf hoch belasteten Einfallsstraßen lösen sich durch Elektroautos nicht in Luft auf und in unseren eng bebauten Städten nehmen die parkenden Autos viel zu viel des knappen öffentlichen Raums in Anspruch. Gerade die Menschen in den Städten leiden unter den negativen Folgen des Autoverkehrs. In urbanen Gebieten lässt sich Mobilität auch jenseits vom eigenen Auto intelligent und effektiv organisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der beim Dieselgipfel vereinbarte Fonds von einer Milliarde Euro für die besonders von Luftverschmutzung belasteten Städte reicht nicht aus. Einmalige Geldspritzen lösen die Probleme der Städte nicht. Was wir brauchen, sind verbindliche Maßnahmen für klimafreundliche Mobilität und saubere Luft in den Städten. Wir wollen eine Investitionsoffensive in klimafreundliche Mobilität starten mit dem „Zukunftsprogramm Nahverkehr“: Eine Milliarde Euro jährlich für den Ausbau des Nahverkehrs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne stehen für eine Mobilitätspolitik, die weniger auf das Auto fixiert ist, und die umweltfreundlichen Alternativen von Bus und Bahn sowie des Rad- und Fußverkehrs stärkt. Denn Elektrobusse, weniger Staus und mehr Radfahrer*innen machen die Stadtluft sauberer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür braucht es ein ganzes Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen - einen Aktionsplan Saubere Luft</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern <strong>vom Bund:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung der Blauen Plakette zum Schutz unserer Gesundheit</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>jährlich eine Milliarde Euro für den Ausbau des Nahverkehrs</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Abschaffung des „Diesel-Privilegs“. Mit den steuerlichen Mehreinnahmen soll ein Programm finanziert werden:
<ul><li>für die Umstellung unserer Busse auf emissionsfreie Bussysteme und die kurzfristige Nachrüstung mit Stickstoffdioxid-Filteranlagen</li><li>für die Umstellung der städtischen Fuhrparks auf emissionsfreie Fahrzeuge</li><li>zum Aufbau einer vernünftigen Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum</li><li>zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vom <strong>Freistaat Bayern</strong> fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine deutliche Erhöhung der ÖPNV-Zuweisungen, damit Kommunen das ÖPNV-Angebot vor allem durch zusätzliche Buslinien schnell und deutlich verbessern können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein ambitioniertes Förderprogramm für den Radverkehr</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Finanzierung von Radschnellwegen durch den Freistaat und</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Realisierung eines Radschnellwegesystems in den Ballungsräumen München und Nürnberg in den nächsten fünf Jahren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>deutlich mehr Gestaltungsspielraum für die Kommunen beim Parkplatzmanagement</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Sep 2017 10:44:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12: „Kein Mensch ist illegal-für einen Neustart in der Bayerischen Flüchtlingspolitik“</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Kein_Mensch_ist_illegal-fuer_einen_Neustart_in_der_Bayerischen_Fluechtl-13451</link>
                        <author>Bezirksvorstand Oberbayern, Gülseren Demirel (KV München (beschlossen am: 01.07.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Kein_Mensch_ist_illegal-fuer_einen_Neustart_in_der_Bayerischen_Fluechtl-13451</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bayerische Staatsregierung hat in der Flüchtlingspolitik jegliches Maß verloren. Ein Tabubruch folgt auf den nächsten. Die Vollstreckung einer Abschiebung kann direkt aus der Schule erfolgen. Die Institution des Kirchenasyls wird immer wieder in Frage gestellt. In den vergangenen Monaten wurden gegen mehrere Dutzend Pfarrer oder Kirchenmitglieder Verfahren eingeleitet, die Flüchtlinge aufgenommen hatten. Begründet werden die Ermittlungen mit dem Verdacht auf „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt&quot;.<br>
Auch die Trennung von Familien durch Abschiebungen ist kein Tabu mehr - ohne Rücksicht auf das Wohl von Kindern.<br>
Besonders perfide Ausmaße zeigte das Abschiebesystem der Staatsregierung an den Abschiebelagern (der ehemaligen Ankunfts- und Rückführungseinrichtung ARE I) in Ingolstadt und Manching, welche im Juli diesen Jahres in das BayTMI (Bayerisches Transitzentrum Manching/Ingolstadt) umgewandelt, bzw umbenannt wurden.<br>
In der Vergangenheit waren massive Verstöße gegen Flüchtlings- und Grundrechte in der ARE I an der Tagesordnung. Es besteht keinerlei Anlass zur Annahme, dass sich die Situation nach der Umwandlung in ein bayerisches Transitzentrum verbessert hat. Nach wie vor werden die Dependancen von Securities bewacht, immer noch dürfen keinerlei Nahrungsmittel in die Lager mitgenommen werden. Auch am BayTMI wird schulpflichtigen Kindern nur ein beschränkter Schulbesuch ermöglicht, die meisten von ihnen werden an einer der Dependancen unterrichtet und dürfen keine regulären Schulen besuchen. Gewaltsame Abschiebeversuche und Familientrennungen sind nicht nur aus der ehemaligen ARE I bekannt, sondern finden auch am BayTMI statt, wie der Bayerische Flüchtlingsrat auf seiner Homepage berichtet. Und dies obwohl es bislang zum Grundsatz gehörte, Familien bei der Abschiebung nicht zu trennen. Auch bei Abschiebungen nach Afghanistan werden immer wieder Vaterschaften oder beantragte standesamtliche Eheschließungen ignoriert.<br>
Abschottung der Bewohnerinnen und Bewohner gehörten zum Prinzip an ARE I ebenso wie jetzt am BayTMI. Seit 2015 gab es kein ehrenamtliches Engagement mehr an den Abschiebelagern, nachdem von der Regierung von Oberbayern Deutschkurse durch Ehrenamtlich untersagt worden war. Asylsozialberatung durch die Caritas, welche an den vier Dependancen der ehemaligen ARE I mit 4,5 Vollzeitstellen vertreten war und mit gleicher Besetzung an der BayTMI vertreten ist, darf dort nur „niedrigschwellig“ erfolgen. Eine Asylverfahrensberatung durch die Mitarbeiter*innen der Caritas, insbesondere die Vermittlung an Rechtsanwälte, ist seitens der Staatsregierung nicht erwünscht. Mitarbeiter*innen des Bayerischen Flüchtlingsrates haben Hausverbot. Und selbst Mandatsträger*innen sowie der oberbayerischen Bezirksvorsitzenden von Bündnis 90 /DIE GRÜNEN wurde seitens der Regierung von Oberbayern vor der Umwandlung der ARE I ins BayTMI kein Besuch mit Gesprächstermin vor Ort gewährt.<br>
Erst nach Eröffnung des BayTMI wurde ein Besuchstermin ausschließlich für Mandatsträger*innen organisiert. Ebenso wie zuvor die Ankunfts-und Rückführungseinrichtungen verfolgen die sogenannten Transitzentren das erklärte Ziel der „Verfahrensbeschleunigung“. Die organisatorische Infrastruktur der Einrichtungen soll diese „Verfahrensbeschleunigung“ bewirken. Mehrere Organisationen wie beispielsweise der Bayerische Flüchtlingsrat und das UNHCR äußerten in der Vergangenheit mehrfach Zweifel, ob an den damaligen ARE I und II (in Bamberg) Rahmenbedingungen für ein faires, rechtsstaatliches Asylverfahren gewährleistet sind. Das Interesse der Staatsregierung, Abschiebungen „reibungslos“ und ohne Verzögerung durch rechtliche Interventionen zu organisieren, ist hoch. Ersichtlich wird dies auch durch ein Schreiben des Sozialministeriums vom 06.03.2017. Darin wendet sich das Sozialministerium mit der Drohung an die Wohlfahrtsverbände in Bayern, die Finanzierung drastisch zu kürzen, sollten diese weiterhin Flüchtlinge dahingehend beraten, was bei drohenden Abschiebungen unternommen werden könnte.<br>
507 Personen, überwiegend aus der Ukraine und von den Balkanländern, waren zuletzt an der ARE I mit ihren vier Dependancen untergebracht (Stand 29.05.2017) und dies bei einer Aufnahmekapazität von insgesamt 1.748 (Stand 29.05.2017). Nach Umwandlung ins BayTMI stiegen die Belegungszahlen und beliefen sich im August auf 1.019 (Stand 31.08.2017). Dieser Anstieg erklärt sich dadurch, dass neben Geflüchteten aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Serbien, Mazedonien und Montenegro sowie neben Geflüchteten aus der Ukraine nun auch Geflüchtete aus Nigeria und Afghanistan dort untergebracht sind. Auch in Regensburg wurde im Juli 2017 ein Transitzentrum eröffnet, noch in diesem Jahr soll zudem in Deggendorf ein Transitzentrum entstehen. Nach Aussage von Sozialministerin Emilia Müller (CSU) gehe es darum, an den „Transitzentren“ für Flüchtlinge mit „geringer Bleibeperspektive“ „Verfahren zu beschleunigen und zeitnahe Rückführungen zu ermöglichen“. „Transitzentren“ sind ein Bayerischer Sonderweg, in keinem anderen Bundesland wird derzeit die Einrichtung von Transit- bzw. Ankunftszentren auch nur in Erwägung gezogen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Baustein im Abschiebesystem der Staatsregierung ist die Einrichtung von Abschiebehaftanstalten. Gemäß § 62 AufenthG ist Abschiebungshaft als letztes Mittel einer Abschiebung vorgesehen, falls diese nicht auf einem anderen Weg durchgesetzt werden kann: <em>„Abschiebungshaft ist unzulässig, wenn der Zweck der Haft durch ein milderes, ebenfalls ausreichendes Mittel erreicht werden kann.“ </em>Einziges „Vergehen“ der allermeisten in Abschiebehaft Untergebrachten ist der Verdacht, sie könnten sich einer bevorstehenden Abschiebung entziehen. Eine Reihe von Gerichtsurteilen haben dazu geführt, dass auch in Bayern Abschiebehäftlinge nicht mehr in Haftanstalten eingesperrt werden dürfen, in denen auch Straftäter einsitzen. In Abschiebehaft kommen also keine Geflüchteten, die eine Straftat begangen haben. Auch für sogenannte „Gefährder“ ist die Abschiebehaft nicht vorgesehen, diese sollen nach Auskunft der Staatsregierung in Hochsicherheitsbereichen der regulären Justizvollzugsanstalten untergebracht werden. Ab Juni 2017 hat die Justizvollzugsanstalt Eichstätt den Vollzug der Abschiebungshaft übernommen mit einer Belegungskapazität von 98 Personen. Abschiebungsgefangene werden seitdem nicht mehr wie bisher in Mühldorf am Inn, sondern in Eichstätt untergebracht. Dort formierte sich in den letzten Monaten massiver Widerstand gegen das Abschiebegefängnis. Seit der Eröffnung häufen sich Meldungen über Tumulte unter den dort Inhaftierten.<br>
Wir haben kein Verständnis, dass Geflüchtete inhaftiert werden können, obwohl sie keine Straftat begangen haben.<br>
Zusätzlich plant die Staatsregierung eine weitere Abschiebehafteinrichtung in Passau mit 100 Plätzen. Hierfür sind in den Haushalten 2017/2018 Planungsmittel eingestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Staatsregierung setzt in ihrer Flüchtlingspolitik auf Einschüchterung und Abschreckung und nimmt dabei in Kauf, dass Menschen in Länder wie Afghanistan abgeschoben werden, wo ihr Leben bedroht ist. Oder in Länder des Balkans, wo Homosexuelle und Angehörige von RAE (Roma, Ashkali, Egytian) - Minderheiten systematisch diskriminiert werden. Viele der Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den Balkanländern stehen in ihrer Heimat vor dem Nichts, haben keine Wohnung und keinen Arbeitsplatz. Die Rückkehrberatung an der ARE I hat diesen Menschen in der Regel keine Unterstützung beim (Wieder-) Aufbau einer Existenz in ihrer Heimat geboten. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dies nach der Umwandlung der ARE I ins BayTMI geändert hat.<br>
Alle Menschen, die bei uns Schutz suchen, haben die gleichen Rechte und müssen menschenwürdig behandelt werden. Dazu gehören: Eine humane Unterbringungs- und Betreuungssituation und ein faires Asylverfahren. Das gesamte Abschiebesystem der Bayerischen Staatsregierung mit ihrem Verwaltungsapparat der Regierung von Oberbayern ist menschenverachtend und nicht vereinbar mit den Grünen Grundsätzen einer humanen Flüchtlingspolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Delegierten der Landesdelegiertenkonferenz fordern die Bayerische Staatsregierung auf, </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. die bereits eröffneten Bayerischen Transitzentren zu schließen, keine weiteren Transitzentren in Bayern zu eröffnen und die Örtlichkeiten und Aufnahmekapazitäten ausschließlich für reguläre Gemeinschaftsunterkunftsplätze bzw. Erstaufnahmeeinrichtungen mit den dafür geltenden Unterbringungsstandards zu nutzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. die Rahmenbedingungen für ein faires Asylverfahren auch für Geflüchtete aus „sicheren Herkunftsländern zu gewährleisten und allen Geflüchteten Zugang zu unabhängiger Rechtsberatung sowie unabhängiger Asylsozialberatung inklusive Asylverfahrensberatung zu ermöglichen, damit sie vollumfänglich über ihre Rechte informiert sind und § 3a AsylG in erforderlichem Maß Berücksichtigung findet sowie generell an allen Unterkünften den Betreuungsschlüssel für Asylsozialberatung deutlich zu erhöhen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3 sich am Kosovo-Rückkehrprogramm „URA“ zu beteiligen und im Bundesrat die Einrichtung vergleichbarer Rückkehrprogramme für andere wirtschaftlich schwache sogenannte „sichere Herkunftsländer“ einzufordern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4 keine Abschiebehaftanstalten einzurichten, bestehende Abschiebehaftanstalten zu schließen bzw. die Abschiebehaftanstalten in Eichstätt und Passau nicht zu eröffnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5 die Bundesregierung aufzufordern, keine Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan vorzunehmen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6 alle vorhandenen rechtlichen Spielräume zu nutzen, um Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan zu verhindern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7 sich auf allen Ebenen dafür einzusetzen, dass alle Geflüchteten Zugang zu Integrationsleistungen, Sprachkursen, regulärem Schulbesuch, Ausbildung und Arbeit auch während des laufenden Asylverfahrens erhalten und dass allen Geflüchteten ab ihrer Registrierung die Möglichkeit zu gemeinnütziger und ehrenamtlicher Arbeit angeboten wird</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>8 keine weiteren Geflüchteten vom Münchner Flughafen aus nach Afghanistan abzuschieben</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu</strong><strong>1</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im BayTMI befinden sich mittlerweile auch zahlreiche Geflüchtete aus Nigeria und einige aus Afghanistan. Asylverfahren dürfen jedoch gemäß § 30 a Asylgesetz in „besonderen Einrichtungen“ (zu denen die Ankunfts-und Rückführungseinrichtungen gehörten, die ausdrücklich nicht als Gemeinschaftsunterkünfte deklariert waren) nur beschleunigt durchgeführt werden für Geflüchtete aus sicheren Herkunftsländern. Dazu zählen weder die Ukraine, noch Nigeria oder Afghanistan. Einige der Lager werden daher seit neuestem offiziell als Gemeinschaftsunterkünfte bezeichnet. Unterbringungsstandards gelten dort trotzdem nicht. Es hat sich also im Wesentlichen nichts geändert außer den Bezeichnungen. Transitzentren erfüllen durch die Rahmenbedingungen für die Verfahrensbeschleunigung keine Voraussetzungen für ein faires Asylverfahren, sind daher mutmaßlich rechtswidrig und müssen umgehend abgeschafft werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu 2</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Einstufung als „sichere Herkunftsländer“ bildete eine entscheidende Grundlage für die Einrichtung der beiden Abschiebelager (ursprünglich „nur“ für Geflüchtete vom Balkan) in Bamberg und Ingolstadt/Manching. Die unverändert auf Verfahrensbeschleunigung ausgelegten Verfahren an den jetzt bestehenden Transitzentren erschweren in vielen Fällen eine ausführliche und zeitintensive Überprüfung möglicher politischer oder ethnischer Verfolgung oder einer Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung im jeweiligen Herkunftsland.<br>
Für sogenannte „RAE-Minderheiten“ (Roma, Ashkali, Egyptian) sind Balkanländer nicht „sicher“. Sie sind den Balkanländern einer systematischen Diskriminierung ausgesetzt. Oftmals leben sie in ihrer Heimat in Slums an den Stadträndern und werden strukturell ausgegrenzt: Der Zugang zu Trinkwasser, Strom, Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und zum Arbeitsmarkt ebenso wie zu den rechtsstaatlichen Institutionen wird ihnen systematisch erschwert. Auch die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl kritisiert die hohen Ablehnungsquoten für Asylbewerber vom Westbalkan. In Bezug auf Roma aus Bosnien und Serbien könne nach Ansicht von Pro Asyl von einem „strukturellen Ausschluss&quot; dieser Menschen aus den dortigen Gesellschaften geredet werden. Die Fakten sprechen für eine kumulative Verfolgung von RAE-Minderheiten in Ländern auf dem Balkan. Kumulative Verfolgung ist gemäß § 3a AsylG ein Asylgrund. Wir fordern daher für ausnahmslos alle Geflüchteten ein faires Asylverfahren. Denn das Asylrecht gilt für alle und kennt keine Einteilung in gute oder schlechte Bleibeperspektive.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu 3</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gemäß der Seite des BAMFs bietet das Projekt URA (albanisch: Brücke) kosovarischen Rückkehrerinnen und Rückkehrern umfassende Beratungsleistungen und zahlreiche Angebote zur Reintegration und Unterstützung an. Ziel ist es, den Menschen eine nachhaltige Wiedereingliederung in ihrem Herkunftsland zu ermöglichen. Bis zur Mitte des Jahres 2016 haben sich gemäß Angaben des BAMFs bereits mehr als 3.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer zur Sozialberatung angemeldet. Innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2016 betreute das Rückkehrzentrum Priština eine um nahezu 500 Prozent höhere Zahl an Personen als noch im Gesamtjahr 2014. Das BAMF informiert auf seiner Seite darüber, dass die finanziellen Unterstützungsangebote lediglich von Rückkehrerinnen und Rückkehrern in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen genutzt werden können. Bayern beteiligt sich nicht an diesem Kosovo-Rückkehr-Programm, sondern finanziert Rückkehrer*innen lediglich den Rückflug. Unterstützungsangebote zur Reintegration im Kosovo können Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Bayern folglich nicht in Anspruch nehmen.<br>
Wir fordern daher eine Beteiligung an URA durch den Freistaat Bayern. Angesichts der hohen Nachfrage an URA ist die Einrichtung vergleichbarer Rückkehrprogramme für andere wirtschaftlich schwache sogenannte „sichere Herkunftsländer“ auf dem Balkan erstrebenswert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu 4 </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Abschiebehaft soll nach Ansicht der Staatsregierung Sammelabschiebungen vereinfachen und beschleunigen. Allerdings kam es im Abschiebegefängnis Mühldorf am Inn in der Vergangenheit in mehreren Fällen zu einer deutlichen Überschreitung der vorgesehenen Haftdauer von 60 Tagen. Im Jahr 2016 waren 19 Personen teilweise bis zu 197 Tage in Abschiebehaft. Die Kosten für die Einrichtung des Abschiebegefängnisses in Eichstätt werden von der Staatsregierung mit 7,7 Mio EUR angegeben. Der Aufenthalt in Abschiebehaft ist für die Betroffenen äußerst belastend und zudem sehr kostenintensiv für den Freistaat: 2015 wurden durchschnittliche Haftvollzugskosten pro Tag und Gefangenem in Höhe von 107, 94 EUR errechnet. Die geplanten rund 200 Plätze für Abschiebehaft in Bayern sind folglich mit einem immensen Kostenaufwand verbundenen. Eine Notwendigkeit der Aufstockung von Haftplätzen erschließt sich erst recht nicht angesichts der Tatsache, dass sich zu den Stichtagen zwischen 2015 und 2016 jeweils lediglich 8 (31.08.2015) und maximal 43 (31.01.2016) Abschiebegefangene in bayerischer Abschiebungshaft befanden.<br>
Nach Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes von 2014 ist eine Inhaftierung Geflüchteter allein wegen „Fluchtgefahr“ nicht mehr zulässig, für die Begründung einer Fluchtgefahr müssen klare „objektive gesetzlich festgelegte Kriterien“ vorhanden sein. Die Rechtsgrundlagen in Deutschland erlauben jedoch eine sehr weite Auslegung. Abschiebehaft droht u.a. jenen, die unerlaubt oder über einen sicheren Drittstaat eingereist sind. Da es nur wenig Möglichkeiten für eine legale Einreise Geflüchteter gibt, machen sich nahezu alle Geflüchteten der „unerlaubten Einreise“ schuldig. Etwa die Hälfte der inhaftierten Geflüchteten sind sogenannte Dublin-Fälle. Sie dürfen nur in dem Land der EU Asyl beantragen, wo sie registriert wurden. Sie konnten folglich gar keinen Asylantrag in Deutschland stellen mit dessen Ablehnung eine Abschiebung bzw. Abschiebehaft aufgrund der Verweigerung einer Abschiebung zu rechtfertigen wäre. Ein weiterer Grund für Abschiebehaft ist, wenn Geflüchtete ihre wahre Identität verschleiern oder bei der Beschaffung der Heimreisepapiere nicht mitwirken. Viele Geflüchtete sind nicht im Besitz von Reisedokumenten. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die wenigsten davon rechtfertigen den Verdacht einer mutwilligen Verschleierung der Identität zum Zweck einer geplanten Straftat.<br>
Die meisten Inhaftierungen erfolgen, weil Geflüchtete unter Verdacht stehen, sich der Abschiebung zu entziehen. Beispielsweise befanden sich bis zum 31.5.2017 20 Afghanen in Abschiebehaft, die meisten von ihnen wurden direkt aus einer GU (Gemeinschaftsunterkunft) oder vom Arbeitsplatz abtransportiert.<br>
Präventive Haft dient einzig und allein der Abschreckung, ist für die Betroffenen ein gravierender Eingriff in ihre Grundrechte und darüber hinaus mit enormen Kosten verbunden. Deshalb lehnen wir Abschiebegefängnisse ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu 5-7 </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Abschiebungen nach Afghanistan sind nicht akzeptabel. Das ist spätestens seit dem letzten Bombenanschlag unweit der deutschen Botschaft überdeutlich. Bei dem schweren Anschlag im streng gesicherten Diplomatenviertel von Kabul sind mindestens 90 Menschen getötet und 450 verletzt worden. Der letzte Afghanistan-Bericht des hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen stellt fest, dass „das gesamte Staatsgebiet Afghanistans von einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt im Sinne des Art. 15c der EU-Qualifizierungsrichtlinie betroffen“ sei. Die regelmäßigen Terroranschläge, bei denen auch ein kürzlich „zurück geführter“ Flüchtling verletzt wurde, zeigen ganz klar: Afghanistan ist nicht sicher. Die Zahl von in Afghanistan getöteten Menschen stieg 2016 auf einen neuen Höchststand von 11.418 Menschen, darunter 3.512 Kinder. Unbeeindruckt angesichts dieser lebensgefährdenden Verhältnisse wurden bislang nach wie vor Sammelabschiebungen aus der Bundesrepublik Deutschland nach Afghanistan vollzogen. Darunter befanden sich besonders viele afghanische Flüchtlinge aus Bayern. Weitere Abschiebungen sind geplant. Wenn eine Regierung Menschenrechte verletzt, indem sie Schutzsuchende in Krisen- und Kriegsgebiete oder auch „nur“ in Not und Elend zurückschickt, dann müssen Menschen auf anderen Ebenen Verantwortung übernehmen – ganz besonders auch in den Kommunen. Denn die Kommunen stehen in der Pflicht, politische Entscheidungen in letzter Konsequenz auszuführen. Es sind die Menschen vor Ort in den Kommunen, die die zerstörerischen Auswirkungen dieser menschenverachtenden Flüchtlingspolitik auf das Leben geflüchteter Menschen unter uns miterleben und mit ertragen müssen. Die Bayerische Staatsregierung muss sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan aussprechen und dadurch den Bayerischen Stadt- und Gemeindeverwaltungen politisch den Rücken stärken, um Grundsätze der Menschenrechte einzuhalten und sich nicht an Abschiebungen in Kriegsgebiete zu beteiligen. Wir fordern vom bayerischen Ministerpräsidenten, sich als Chef der Bayerischen Verwaltungsbehörden gegen diese menschenfeindlichen Abschiebungen zu stellen.<br>
Es liegt im Rahmen seiner Zuständigkeiten als Ministerpräsident, sich in den entsprechenden Gremien und Gesprächen auf Landes- und Bundesebene für einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan und für subsidiären Schutzstatus aller afghanischen Geflüchteten in Deutschland einzusetzen. Seiner Verantwortung für alle Menschen in Bayern wird der bayerische Ministerpräsident nur gerecht, wenn er klar Position bezieht, dass der Freistaat Bayern diese inhumane Politik nicht mitträgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Begründung zu 8 </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gesellschafter der Flughafen München GmbH (FMG) sind der Freistaat Bayern mit 51 Prozent, die Bundesrepublik Deutschland mit 26 Prozent und die Landeshauptstadt München mit 23 Prozent. Als Gesellschafter mit dem größten Anteil und somit auch dem größten Einfluss, wird die Staatsregierung des Freistaates aufgefordert, weitere Abschiebungen nach Afghanistan vom Münchner Flughafen aus zu stoppen!<br>
Ob vom Münchner oder einem anderen deutschen Flughafen aus:<br>
Insbesondere angesichts der angespannten Sicherheitslage lehnen wir Abschiebungen nach Afghanistan grundsätzlich ab!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 Sep 2017 21:20:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen!</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Damit_Bayern_Heimat_bleibt__Betonflut_eindaemmen-17314</link>
                        <author>Landesvorstand, Landesausschuss und Ludwig Hartmann (MdL (beschlossen am: 02.09.2017)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Bayern soll sein Gesicht behalten</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeden Tag verschwinden 13 Hektar Bayern unter Asphalt und Beton. Wiesen, Wälder und Äcker fallen dem Bagger zum Opfer. Immer mehr Gewerbegebiete, Discountmärkte und Logistikzentren entstehen auf der grünen Wiese. Unsere Orte verlieren an Lebensqualität, Natur- und Ackerflächen verschwinden.<br>
In Artikel 141 der Bayerischen Verfassung steht: „Der Boden ist als natürliche Lebensgrundlage zu schützen.“<br>
Boden ist nicht vermehrbar, er ist eine endliche Ressource. Ist er einmal betoniert, asphaltiert oder bebaut, lässt sich sein natürlicher Zustand kaum mehr restlos wiederherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bayern droht sein Gesicht und seinen Charakter zu verlieren. Wir Grüne müssen jetzt die Notbremse ziehen. Wir müssen die Landesplanung wieder zu dem machen, wofür sie ursprünglich einmal geschaffen wurde: Um die Entwicklung Bayerns und seiner Teilräume nachhaltig zu steuern und zu sichern. Dazu gehört, die nötigen Leitplanken zu setzen. Es ist an der Zeit, gegen den Raubbau an unserem Land vorzugehen. Deshalb haben wir das Volksbegehren zur Eindämmung der Betonflut gestartet. Wir wollen eine verbindliche Höchstgrenze von durchschnittlich 5 Hektar pro Tag für den Flächenverbrauch einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Flächensparen bedeutet konsequenten Arten- und Hochwasserschutz</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der zuletzt veröffentlichte Versiegelungsbericht untermauert, dass wir dringend handeln müssen. Die verheerenden Zahlen belegen die deutschlandweit unangefochtene Spitzenposition Bayerns beim Betonieren und Asphaltieren. Eine Fläche so groß wie der Bodensee, der Chiemsee und der Starnberger See zusammen wurde in den letzten 15 Jahren überbaut bzw. versiegelt. Und versiegelt heißt: Kein Tropfen Wasser versickert auf diesen Flächen, nichts wächst dort, kein Tier findet dort einen Lebensraum, kein Sonnenstrahl wird absorbiert. Hochwassergefahren, Artensterben, Überhitzung der Siedlungsgebiete – das sind nur drei der vielfältigen Probleme, die der ungebremste Flächenverbrauch zur Folge hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Leben in die Ortskerne statt Beton in die Natur </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Schäden durch die Betonflut sind gravierend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In über Jahrhunderten gewachsenen Orten zeigt sich der „Donut-Effekt“: Die Ränder wachsen und der Kern wird leer. Erst kommt eine neue Umgehungsstraße, dann die Einkaufszentren mit der immer gleichen Laden-Palette und mit Hunderten Parkplätzen vor der Tür. Der kleine Händler hält der Konkurrenz nicht stand und muss aufgeben. Die Ortszentren bluten aus, wer ohne Auto etwas einkaufen möchte, hat das Nachsehen. Der verstärkte Autoverkehr führt zudem zu mehr Lärm und mehr Abgasen. Die Zersiedelung kostet unseren Städten und Gemeinden auch viel Geld: Sie müssen sich um Infrastruktur wie Kanalisation, Wasserleitungen oder Zufahrtsstraßen kümmern, die kaum jemand nutzt. Sie gehen in Vorleistung und erschließen im zerstörerischen Wettbewerb mit anderen Kommunen Gewerbegebiete, die dann weitgehend leer stehen. Mindestens 11.000 Hektar Gewerbefläche sind in Bayern ungenutzt. Und dennoch werden immer weitere Gebiete ausgewiesen in der meistens vergeblichen Hoffnung auf neue Unternehmen. Die landwirtschaftlichen Flächen schrumpfen dagegen. Landwirte suchen verzweifelt nach bezahlbaren Anbauflächen, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Seit dem Jahr 2000 verschwand die Nutzfläche von mehr als 8.000 landwirtschaftlichen Betrieben unter der Planierraupe! Wo früher Kartoffeln, Weizen oder Kohl angebaut wurde, wachsen heute Logistikzentren, riesige LKW­Parkplätze oder sinnlose Umgehungsstraßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von 1980 bis 2015 hat der Flächenverbrauch in Bayern um 50 Prozent zugenommen, die bayerische Bevölkerung im gleichen Zeitraum dagegen nur um 15 Prozent. Wie die Einwohner-Entwicklung hat sich auch das wirtschaftliche Wachstum längst entkoppelt vom rasanten Anstieg des Flächenverbrauchs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuellen Vorhaben von Staats- und Bundesregierung werden die Betonflut weiter verschärfen: Die Aufweichung des Anbindegebots, ein Projekt von Heimatminister Söder, soll das Bauen außerhalb der Ortschaften deutlich leichter machen – was zu noch mehr Discountern, Gewerbegebieten und Logistikzentren führen wird. Auch eine Änderung des Baugesetzbuchs aus diesem Jahr gibt dem enthemmten Flächenfraß neue Nahrung: Künftig können Städte und Gemeinden ohne den üblichen Beratungs- und Prüfungsprozess kleinere Baugebiete an den Ortsrändern ausweisen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Für ein gutes Morgen: Intelligent und flächensparend bauen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne schauen nicht länger zu, wie Bayern immer weiter unter Beton und Asphalt verschwindet. Die Menschen in Bayern haben es satt, dass ständig Gewerbegebiete und Straßen entstehen und zeitgleich ihre Ortskerne aussterben. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Parteien, Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden wollen wir die Betonflut durch ein Volksbegehren eindämmen. Über diesen Weg wollen wir eine verbindliche Höchstgrenze für den ausufernden Flächenfraß festlegen. Sie orientiert sich an der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die den Flächenverbrauch bundesweit auf 30 Hektar am Tag begrenzen will. Die 5 ha entsprechen in etwa dem bayerischen Anteil. Das sorgt bei Ansiedlungen von neuen Unternehmen für sparsamen Umgang mit Grund und Boden und lässt gleichzeitig genug Raum für den Wohnungsbau. Wenn wir nur die Hälfte der fünf Hektar für den Bau von Wohnungen nutzen, können wir jährlich weit über 100.000 Wohnungen in Bayern errichten. Derzeit sind es weniger als die Hälfte. Flächen, die bereits bebaut waren – etwa leerstehende Industrieflächen – werden nicht angerechnet und bieten zusätzlichen Spielraum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die kommunale Planungshoheit bleibt bestehen. Gefragt ist künftig ein sparsamer und intelligenter Umgang mit der Fläche, eine konsequente Innenentwicklung, interkommunale Zusammenarbeit und effizientes Flächenmanagement. So halten wir unsere Innenstädte lebendig und füllen die Ortskerne im ländlichen Raum wieder mit Leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen intelligent bauen und werden uns dafür einsetzen, dass die Kommunen dabei mehr Hilfe bekommen. Zum Beispiel wollen wir Landkreise und kreisfreie Städte dabei unterstützen - ähnlich den kommunalen Klimaschutzmanagern - Flächenmanager anzustellen. Sie sollen Baulücken, Leerstände und innerörtliches Baupotenzial aufspüren und dabei helfen, ein Ausbluten der Ortskerne zu verhindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen flächensparend bauen. Dazu braucht es oft nur einfache Maßnahmen. Beispielsweise ist es einer Fachinformatikerin einer IT-Firma egal, ob ihr Büro ebenerdig oder im dritten Stock liegt, ob sie ihr Elektroauto in der Tiefgarage parkt oder vor dem Firmengebäude. Im Vergleich zur Pavillonbauweise mit Parkplatz davor reicht bei einem Bau mit zwei Stockwerken und Tiefgarage ein Drittel der Fläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen wieder eine Balance herstellen zwischen Räumen für Mensch, Tier und Natur auf der einen Seite und bebauten Flächen auf der anderen Seite. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Der Beton-Kurs der letzten Jahrzehnte hat bereits tiefe Wunden im Gesicht Bayerns hinterlassen. Noch haben wir es in der Hand, unsere Heimat lebendig und charakteristisch zu erhalten. Deshalb wollen wir jetzt das Volksbegehren gemeinsam und mit aller Kraft angehen. Lasst uns die Herrschaft der Planierraupen beenden und einen Damm gegen die Betonflut bauen – damit Bayern Heimat bleibt!</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 Sep 2017 15:05:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11: Grüne Geschichte feiern - Organisation des Landtagswahlkampfes 2018 </title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Gruene_Geschichte_feiern_-_Organisation_des_Landtagswahlkampfes_2018_-19131</link>
                        <author>KV Weilheim-Schongau (beschlossen am: 06.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Gruene_Geschichte_feiern_-_Organisation_des_Landtagswahlkampfes_2018_-19131</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landverband soll die 40-jährige Geschichte von „Die Grünen“ in Bayern zu einem Leitfaden für die Organisation seiner Landtagswahlkampfveranstaltungen 2018 machen. 1978 trat bundesweit zum ersten Mal eine politische Gruppierung unter dem Wahlkennwort „Die Grünen“ zu einer Wahl auf Landesebene an. Deshalb soll der Landesverband die bekannten Daten von „grünen“ politischen Ereignissen aus dem Jahr 1978 zum Anlass nehmen für Wahlkampfveranstaltungen/-feiern an den jeweiligen „historischen Orten“ (oder in der Nähe) – in Zusammenarbeit mit jeweilig interessierten Kreisverbänden – und aus dem Wahlkampfetat eine grüne Chronik der Jahre 1978 – 2018 analog der Chronik des Bundesverbandes für den Landtagswahlkampf herausgeben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Bayern wird auf Tradition viel Wert gelegt. Im Jahr 2018 wird der Freistaat 100 Jahre alt mit entsprechenden geplanten Feierlichkeiten, die die Regierungspartei als vermeintliche politische Verkörperung des Freistaates dazu nutzen wird, sich ins Wahlkampf-Rampenlicht zu rücken. Im grünen Wahlkampf sollte deshalb betont werden, dass in Bayern „Die Grünen“ eine 40-jährige politische Tradition haben, die längste bundesweit: 1978 traten sie zum ersten Mal bundesweit in einem Landtagswahlkampf unter dem Slogan „Die Grünen kommen“ an. Sie erreichten aus dem Stand 1,8 % der Wählerstimmen und gewannen bei den gleichzeitigen Bezirkstagswahlen im Bezirkstag Oberbayern mit 2,3 % ein Mandat. Außerdem wird es eine gute Gelegenheit sein, zu einem „runden“ Jubiläum ehemalige Akteure von 1978 als Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen und damit zu würdigen. Zeitzeugen sind z.B.: Klaus Resch (Starnberg, zur Zeit in Griechenland), Klaus-Dieter Kamstedt (Ebersberg, jetzt in Aschau), Helmbrecht von Mengershausen (Erding, jetzt in Bad Staffelstein)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im folgenden beispielsweise Daten von Gründungen von Kreisverbänden bzw. von Aufstellungsversammlungen im Jahr 1978: <strong>Starnberg:</strong> 25.4.1978 (AUD – Die Grünen) Gasthof In der Au; <strong>Freising:</strong> 1.6.1978 (AUD – Die Grünen) Furtnerbräu; <strong>Ebersberg:</strong> 27.6.1978 (AUD – Die Grünen); <strong>Weilheim-Schongau:</strong> 31.8.1978 (AUD – Die Grünen) Gasthof Zum Gattinger; <strong>Günzburg:</strong> 16.8.1978 (GAZ – Die Grünen) Gasthaus zur Glocke; <strong>Neu-Ulm:</strong> 14.8.1978 (GAZ – Die Grünen); <strong>Nördlingen:</strong> 29.8.1978 (GAZ – Die Grünen) <strong>Würzburg (Stadt und Land):</strong> 17.8.1978 (GAZ – Die Grünen) (91 weitere Gründungen müsste es eigentlich, laut einem Artikel vom SPIEGEL geben, in dem der damalige Wahlkampfkoordinator und Generalsekretär Max Winkler zitiert wird, dass in 99 von 106 Wahlkreisen Direktkandidat*innen aufgestellt wurden). Außerdem: 26.8.: <strong>Aufstellungsversammlung</strong> der oberbayerischen Liste zur Landtagswahl „Die Grünen“ in München, Bürgerbräukeller; 26.8.: <strong>Aufstellungsversammlung</strong> der schwäbischen Liste zur Landtagswahl „Die Grünen“ in Augsburg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Antragsteller:</strong> KV Weilheim-Schongau, <em>c/o Dr. Eckart Stüber</em> . Beschlossen auf der Kreisversammlung am 6.9.2017 in Peißenberg, Gasthof Post: 13 Ja-Stimmen; 0 Nein-Stimmen; 0 Enthaltungen</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 Sep 2017 14:44:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10: Altersrenten ähnlich wie in Österreich</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Altersrenten_aehnlich_wie_in_Oesterreich-64227</link>
                        <author>KV Neustadt a.d.Waldnaab (beschlossen am: 23.08.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Altersrenten_aehnlich_wie_in_Oesterreich-64227</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die LDK möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesdelegiertenkonferenz fordert die Landesversammlung, den Landesvorstand, die MdLs und MdBs auf, sich nachhaltig dafür einzusetzen, <strong>„dass das Rentenniveau in Deutschland bis 2025 um mindestens 50% über das Niveau von 2017 nach dem Modell Österreich steigen wird, inklusive der Finanzierung.“</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Neue Fassung (28.9.2017):</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die durchschnittliche Altersrente der Frauen würde sich dann von 634 auf 951 Euro und die der Männer von 1.056 auf 1.584 Euro (Basis 2015) bei einer Mindestrente von 1.000 Euro erhöhen. Dies in Stufen bis zum Jahr 2025, dann werden die Ost- und Westrenten gleich sein. Deutschland gehört heute zu den drei Ländern in Europa mit dem niedrigsten Rentenniveau und mit den wenigsten Haushalten mit Wohnungseigentum. In Österreich zahlen Arbeiter, Beamte und Selbständige in die gleiche Altersversorgung. Die Arbeitnehmer zahlen mit 10,25%, um 0,9% und die Arbeitgeber mit 12,55, um 3,2% mehr vom Verdienst als in Deutschland. Der Bundeszuschuss beträgt wie in Deutschland rund 23%. Wer 2013 - 40 Beitragsjahre hatte erhielt in Österreich 73% mehr Altersrente als in Deutschland nach einer wissenschaftlichen Studie der Hans-Böckler-Stiftung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer mehr Menschen haben Angst vor Altersarmut. Immer mehr Rentner nehmen ohne Rücksicht auf Ihre Gesundheit jede Arbeit an, sammeln Flaschen um ihr soziales Umfeld nicht verlassen zu müssen. Insbesondere im ländlichen Raum beantragen viele Rentnerinnen keine Grundsicherungsleistungen, da sie etwas Erspartes für Ihre Kinder oder Enkel behalten wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Modell Österreich funktioniert, die ökonomischen Bedingungen sind mit den deutschen vergleichbar und kann nach den Forschern der Hans-Böckler-Stiftung als Orientierung für ein stabiles Rentensystem in Deutschland dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deutschland braucht für die Vielzahl seiner Beschäftigten keine drei Säulen der geförderten Alterssicherung, sondern vor allem <strong>eine lebensstandardsichernde gesetzliche Rentenversicherung für alle. </strong>Dies gilt insbesondere auch für jüngere Arbeitnehmer, welche als Pflichtversicherte keine Extrabeitrage in die Rentenversicherung einbezahlen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Alte Fassung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer mehr Menschen haben Angst vor Altersarmut und fühlen sich von den großen Parteien nicht verstanden. Deutschland gehört zu den drei Ländern mit dem niedrigsten Rentenniveau sowie den zwei Ländern mit den wenigsten Haushalten mit Wohnungseigentum in Europa. In Österreich sind die Renten bei gleich hoher Staatsunterstützung wie in Deutschland sowie Mindestrenten von 1.000 Euro, ohne Vermögensanrechnung über 50% höher als in Deutschland. Die Mieten sind deutlich niedriger als in deutschen Städten, da z.B. in Wien über 50% der Wohnungen der Stadt gehören.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 Sep 2017 13:04:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Die Freiheit sicher machen</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Die_Freiheit_sicher_machen-45355</link>
                        <author>Landesvorstand, Landesausschuss und Katharina Schulze (MdL (beschlossen am: 02.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Die_Freiheit_sicher_machen-45355</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bayern ist ein sicheres Land. Das zeigen die Kriminalstatistik und der bundesweite Vergleich. Trotzdem sind immer mehr Menschen um ihre Sicherheit besorgt. Wir wollen, dass alle Menschen in unserem Bayern frei, sicher und zugleich in gesellschaftlicher Verbundenheit leben können. Es braucht die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit, die wechselseitiges Vertrauen fördert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das spiegelt sich in unserer Vorstellung einer modernen Innen- und Sicherheitspolitik wider. Grundlage ist ein unmissverständliches Bekenntnis zur Freiheit und Rechtsstaatlichkeit des staatlichen Handelns. Wir wollen einen starken Rechtsstaat, der vor Kriminalität und Terror schützt und den Bürgerrechten verpflichtet ist. Wir wollen eine zielgerichtete und effektive Gefahrenabwehr durch eine starke und bürgernahe Polizei. Die Strukturen und das Handeln der bayerischen Sicherheitsbehörden müssen darauf ausgelegt sein, die Bürgerrechte angesichts der aktuellen Herausforderungen in der realen und in der digitalen Welt zu verteidigen und zu stärken. Wir forcieren eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik. Grüne Innenpolitik agiert darüber hinaus vorausschauend und denkt Sicherheitspolitik weiter: Prävention, Bildung, Deradikalisierung, Klimaschutzpolitik, städtebauliche Kriminalprävention, Entwicklungszusammenarbeit und eine starke Zivilgesellschaft gehören ebenfalls dazu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das fordern wir Grüne konkret: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">1. Für eine starke, bürgernahe und gut ausgestattete Polizei </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die innere Sicherheit ist in erster Linie die Polizei zuständig. Wir wollen sie personell stärken und ihr modernste Ausstattung bereitstellen. Wir entlasten die Polizei von weniger dringenden Aufgaben, und schaffen die Sicherheitswacht ab. Und wir gehen auch ein weiteres Versäumnis der CSU-Regierung an und öffnen die Reihen der Polizei weiter systematisch allen gesellschaftlichen Gruppen. Ein hoher Frauenanteil, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen helfen ganz praktisch bei der Polizeiarbeit, beim Bürgerkontakt, bei der Verbrechensbekämpfung, aber insbesondere auch bei der Verhütung von Straftaten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verbessern die Aus- und Fortbildung, ebenso die Ausgestaltung von Schichtdienst und Versetzungen. Außerdem werden wir eine virtuelle Polizeiwache bei der Bayerischen Polizei einrichten, die u.a. Anzeigen der Bürgerinnen und Bürgern online entgegennimmt. Wir führen eineN unabhängigeN PolizeibeauftragteN ein, an die sich Bürger*innen genauso wie Polizeibeamt*innen wenden können. Wir starten ein Modellprojekt für die individuelle Kennzeichnung für Polizeibeamt*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">2.Terrorismus effektiv und zielgerichtet bekämpfen statt Bürgerrechte einschränken</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Islamistische und rechte Terroristen begehen Straftaten. Sie töten und verletzen Menschen. Das werden wir niemals hinnehmen. Wir brauchen eine wirksame Sicherheitspolitik, die auf Fakten gründet und dadurch real vor Kriminalität und Terror schützt. Symbolische oder populistische Maßnahmen brauchen wir nicht. Die starken Gesetze zur Gefahrenabwehr müssen gegen islamistische oder rechtsextreme „Gefährder“ entschlossener und konsequenter angewendet werden. Deren Strukturen müssen lückenlos aufgeklärt werden. „Gefährder“ gehören effektiv und gezielt überwacht – dafür braucht es genug Personal. Das bringt konkret mehr Sicherheit – anders als die Massenüberwachung ohne konkreten Anlass. Es ist dagegen ein gefährlicher Irrweg, auf Gefährdungen der inneren Sicherheit mit immer weitergehenden Einschränkungen unserer Freiheits- und Bürgerrechte zu reagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ob Vorratsdatenspeicherung, Fluggastdatenaustausch, KFZ- Kennzeichenfahndung oder „intelligente“ Videoüberwachung: Diese Formen der Überwachung treffen ohne Unterschied alle Bürger*innen, sind unverhältnismäßig und in der Regel auch ineffektiv. Die historische Erfahrung lehrt, dass Freiheit in kleinen Schritten stirbt. Deswegen klagen wir GRÜNE vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof u.a. dagegen, dass der Bayerische Verfassungsschutz auf die Vorratsdaten zurückgreifen darf. Viele von der CSU im Sommer 2017 neugeschaffenen polizeilichen Befugnisse gehen zu weit, sind mit rechtsstaatlichen Grundsätzen unvereinbar und setzen die Grundrechte aufs Spiel. Den quasi unendlichen Unterbringungsgewahrsam und die elektronische Fußfessel für „Gefährder“ lehnen wir ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">3. Vorsorge statt Nachsorge: Prävention und Deradikalisierung stärken </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gesellschaftliche Prävention kann, was keine Technik und keine Kamera dieser Welt kann: Demokratie stärken und Straftaten im Vorfeld verhindern. Die innere Sicherheit braucht mehr soziale Vorsorge statt Nachsorge! Wir setzen uns für Netzwerke zur Prävention und Deradikalisierung von islamistischem Terrorismus ein – mit Strategien und Methoden, die zu den Jugendlichen und dem Milieu vor Ort passen und fordern ein spezielles Programm für Frauen und Mädchen. In den Justizvollzugsanstalten muss die Radikalisierung Inhaftierter verhindert und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Bereich des Rechtsextremismus werden wir uns auch um den Kern des Problems, den Rassismus, kümmern. Wir richten u.a. eine „Koordinierungsstelle Demokratie“ bei der Staatsregierung ein, die das Verwaltungshandeln für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Rassismus sowie weitere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit über alle Ebenen hinweg koordiniert und sensibilisiert und sich mit der Zivilgesellschaft vernetzt. Wir stehen an der Seite unserer starken Zivilgesellschaft, die sich für unseren Staat und die Gesellschaft einsetzt. Es braucht ein Landesprogramm zur Stärkung der Zivilgesellschaft, Antidiskriminierungsstelle, die Überarbeitung des Handlungsprogramms gegen Rechtsextremismus und stärkere Unterstützung von zivilgesellschaftlichen und unabhängigen Aussteigerhilfe und Beratungsstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus fordern wir eine Bildungsoffensive in Kindertagesstätten und Schule, wir wollen Demokratie- und Medienkompetenz besser fördern und Beratungsstellen, Jugendverbände und aufsuchende Jugendarbeit stärken. Die finanziellen und personellen Kapazitäten stellen wir dafür bereit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">4. Kampf gegen Rechts intensivieren </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bekämpfung des wachsenden Rechtsextremismus machen wir mit zur obersten Priorität der bayerischen Sicherheitsbehörden. Den Ermittlungs- und Fahndungsdruck werden wir deutlich erhöhen. Rechtsextreme und Reichsbürger sind konsequent zu entwaffnen und aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen. Verbote von Neonaziparteien prüfen wir und neue rechtsextreme Gruppierungen müssen von den Sicherheitsbehörden intensiver in den Blick genommen werden. Außerdem werden wir Schutzkonzepte für besonders gefährdete Orte entwickeln, die Zivilgesellschaft unterstützen und Vorsorgearbeit leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns auch dem Rechtspopulismus entgegen, denn er begünstigt und fördert menschenfeindliche Tendenzen. Es kann nicht sein, dass gegen Hasstäter, die sich im Internet tummeln, nur im absoluten Ausnahmefall strafrechtlich vorgegangen wird. Niemand darf sich sicher dabei fühlen, wenn er zur Gewalt aufruft und andere menschenverachtend beleidigt oder bedroht. Das geltende Recht gegen strafbare Inhalte muss konsequent angewandt werden. Auch dafür wollen wir Polizei und Justiz besser ausstatten. Wir richten Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Online-Hasskriminalität ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jede und jeder einzelne von uns trägt Verantwortung in der Auseinandersetzung mit rechtem und menschenverachtendem Gedankengut. Nur wenn wir alle hinhören, Position beziehen und uns klar für ein friedliches und tolerantes Miteinander engagieren, schaffen wir ein gesellschaftliches Klima, das dem Treiben der rechten Ideologen einen Riegel vorschiebt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">5. Cybercrime den Kampf ansagen </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer neue Hacking-Angriffe auf Kraftwerke, Unternehmen, Parlamente aber auch Nutzer*innen zeigen: Die Sicherheit im Digitalen geht uns alle an – auch für ein freies und sicheres Netz steht der Staat in einer Schutzverantwortung. Hier dürfen Unternehmen und Verbraucher*innen nicht alleine gelassen und die Verantwortung auf sie abgeschoben werden. Eine echte Kehrtwende mit einer umfassenden IT-Sicherheitsstrategie ist überfällig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die IT-Sicherheit gehört verstärkt, insbesondere zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Dazu müssen die unterschiedlichsten Zuständigkeiten gebündelt werden. Nötig ist eine Meldepflicht bei Angriffen auf kritische Versorgungsleistungen wie z.B. im Gesundheitsbereich oder auf das politische System. Diese Sicherheitslücken müssen nach Bekanntwerden umgehend geschlossen werden. Zusätzlich braucht es unabhängige Forschungsstellen, um Angriffe nachzuspüren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalitätwerden wir intensivieren und mehr Expert*innen aus der freien Wirtschaft einstellen. Um die Attraktivität des Freistaates als Arbeitgeber zu erhöhen, muss ggf. auch verstärkt außertariflich bezahlt werden. Es braucht flächendeckend Cyber-Kommissariate als Anlaufstellen, um gegen Cybercrime und die Underground-Economy zu ermitteln. Auch in allen Polizeiinspektionen, sowie bei den Regionalen Beweismittelsicherungs- und Auswertungsstellen (RBA) braucht es genügend Sachkompetenz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">6. Waffenrecht verschärfen </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Bayern gibt es im Bundesvergleich die meisten legalen Waffen – damit steigt auch die Gefahr, dass es zu lebensgefährlichen Missbrauch kommt. Unser oberstes Ziel ist es, das Leben und die Gesundheit der Bürger*innen zu schützen. Wir werden die Waffenbehörden dazu anhalten, das Waffenrecht konsequent anzuwenden. Personen, die unzuverlässig im Sinne des Waffenrechts sind, wie beispielsweise Neonazis und Reichsbürger, sind zu entwaffnen. Wir sorgen für ein hohes Niveau der Kontrollen der Waffenbesitzer*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns auf EU- und Bundesebene für eine wirksamere Kontrolle des Waffenhandels, ein Verbot besonders gefährlicher halbautomatischer Schusswaffen im Besitz von Privatpersonen und strengere Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Waffenbesitzer*innen ein. Auch gegen illegale Waffen gehen wir mit einer engen europäischen Zusammenarbeit und verstärkte Ermittlungsteams im Darknet vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">7. Wohnungseinbrüchen und sonstigen Formen der organisierten Kriminalität und Gewalt entgegentreten</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir werden den Kampf gegen die gewerbsmäßig betriebenen Wohnungseinbrüche verstärken. Neben einer konsequenten Anwendung der bestehenden Gesetze schlagen wir GRÜNE ein Maßnahmenpaket gegen Einbruch in Bayern vor: Mehr Polizeipersonal in Streifenwägen auf der Straße zur Fallaufklärung, geschulte Einbruchsacharbeiter*innen, zügigere Einführung eines einheitlichen Fallbearbeitungssystems in allen Bundesländern und eine bessere europäische Vernetzung. Daneben braucht es intensive Präventionsmaßnahmen, damit man es den Tätern nicht allzu einfach macht (technischer Einbruchschutz, Infokampagnen).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um stärker gegen die Organisierte Kriminalität vorzugehen bilden wir Schwerpunktstaatsanwaltschaften und stärken strukturelle Finanzermittlungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gewalt gegen staatliche Institutionen, Zerstörung von Eigentum und Gefährdung von Menschenleben bereiten uns Sorge. Gewalt ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung, egal von welcher Seite sie kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">8. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste stärken und wertschätzen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Bayern ist ein sicheres Land dank seiner Polizei, die auch schwierige Lagen erfolgreich bewältigt. Das liegt aber auch an der wichtigen und guten Arbeit von Rettungsdiensten und Feuerwehr, die zum großen Teil auf dem Ehrenamt ruht. Das Ehrenamt muss gestärkt werden. Mit Sorge sehen wir den Anstieg der Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte – ein sehr großer Teil findet alkoholisiert statt. Wir werden uns für einen stärkeren Schutz der Helfer*innen und der Polizei einsetzen durch intensive Präventions- und Anreizprogramme zur Eindämmung eines übermäßigen Alkoholkonsums.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">9. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden stärken </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Internationaler Terror, aber auch andere aktuelle und gefährliche Kriminalitätsformen kann Bayern nicht alleine in den Griff bekommen. Wir brauchen eine länderübergreifende Polizei- und Sicherheitspolitik. Innerhalb Deutschlands braucht es einen besseren, institutionalisierten Informationsaustausch zwischen den Ländern und den Bundesbehörden. Wir wollen aktuelle koordinierte Einsatz- und Schutzkonzepte für sensible und gefährdete Orte mit einheitlichen Standards für alle Akteure (von Bundes- bis Kommunaler Ebene, von Sicherheitsbehörden bis zu Rettungs- und Hilfskräften).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Europäische Sicherheitszusammenarbeit ist ein Kernelement grüner Sicherheitspolitik. Es braucht eine stärkere europäische Vernetzung, die verbindliche Nutzung von bestehenden Systemen und einen besseren rechtsstaatlich organsierteren Informationsaustausch. Allgemeine Kontrollen an den deutschen Grenzen widersprechen dem Geist Europas und sind gerade auch im Kampf gegen Extremisten wenig effektiv. Wir werden den Einsatz der Bayerischen Polizei bei Grenzkontrollen beenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">10. Sicherheitsarchitektur umbauen: Zäsur beim Verfassungsschutz </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) werden wir reformieren. Die neue Behörde reduziert ihre nachrichtendienstlichen Tätigkeiten auf ein Minimum und arbeitet eng mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Die Beobachtung der Organisierten Kriminalität und der Cyber-Kriminalität werden an die Polizei umverlagert. Das V-Personen-System des Verfassungsschutzes wollen wir in seiner derzeitigen Form abschaffen, denn der Einsatz von V-Personen in der rechtsextremistischen Szene verlief in der Vergangenheit desaströs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die von der CSU durchgesetzte Reform des Verfassungsschutzes geht zu weit. Das Gesetz muss den Kernbereich privater Lebensgestaltung viel mehr schützen und die Grenzen staatlicher Ausforschung eng ziehen. Das Trennungsgebot zwischen Verfassungsschutz und Polizei muss strikt eingehalten werden. Zugriff auf die Vorratsdaten und die Beobachtung von Kindern lehnen wir ab. Die parlamentarische Kontrolle muss wieder gestärkt werden. Der Verfassungsschutz hat keinen Bildungsauftrag, deswegen werden wir ihm diese Aufgabe entziehen. Unabhängig davon stehen wir einer Reform der Struktur der Sicherheitsbehörden in der Bundesrepublik offen gegenüber.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün ist, wenn alle Menschen in Bayern frei und in Sicherheit leben können </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirkungsvolle Innenpolitik ist dynamisch und reagiert auf neue Herausforderungen rechtsstaatlich und zielgerichtet. Sicherheit wird nicht nur durch Polizistinnen und Polizisten gewährleistet. Dazu gehört auch unsere Justiz, die ebenfalls personell gut ausgestattet sein muss. Außerdem braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die sich tagtäglich für ihre Demokratie einsetzt. Unsere langjährige Erfahrung und Expertise werden wir auch weiter für unser Bayern einsetzen, damit alle Menschen frei, sicher und gemeinschaftlich zusammenleben können.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 Sep 2017 12:19:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A9: Nein zu Antisemitismus! Nein zu BDS! </title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Nein_zu_Antisemitismus_Nein_zu_BDS_-53255</link>
                        <author>Landesvorstand GRÜNE JUGEND Bayern (beschlossen am: 06.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Nein_zu_Antisemitismus_Nein_zu_BDS_-53255</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In jüngster Zeit kam es in der BRD und in Bayern zu Veranstaltungen der Kampagne &quot;Boycott, Divestments, Sanctions&quot; (BDS). Die BDS-Kampagne ist in ihrer Gesamtheit als antisemitisch, israelfeindlich, reaktionär und antiaufklärerisch zu bewerten. Die in ihr und durch sie vertretenen Positionen und Forderungen delegitimieren und dämonisieren Israel und weisen damit einseitig Jüdinnen*Juden die Schuld für jegliche Übel in der Region zu. Und das obwohl Israel dort die einzige rechtsstaatliche Demokratie ist. Zeitgleich werden doppelte Standards an Israel angelegt, wenn zum Beispiel Verbrechen der Hamas ignoriert oder verharmlost werden. Durch die Forderung nach einem Boykott wird weiter die aus dem Nationalsozialismus bekannte Parole &quot;Kauft nicht bei Juden&quot; reproduziert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb positionieren sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern im Sinne ihres Bekenntnisses zu einer offenen Gesellschaft und gegen jeden Antisemitismus klar gegen alle Bestrebungen der BDS-Kampagne und führen in Zukunft, nach ihren Möglichkeiten, Aufklärungs- und Bildungsarbeit durch, um die Durchsetzung der Forderungen nach Boykott, Desinvestment und Sanktionen zu verhindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch eine Zusammenarbeit von Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern mit der BDS-Kampagne ist abzulehnen. Darüber hinaus fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ihre Gliederungen, die GRÜNE JUGEND und ihre Gliederungen und Campusgrün auf, nicht mit BDS zusammenzuarbeiten. Insbesondere fordern wir die Petra-Kelly-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung auf, jegliche Zusammenarbeit sowie finanzielle oder logistische Unterstützung mit und von BDS-Gruppen einzustellen und auch in Zukunft zu unterlassen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 Sep 2017 23:28:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A8: Kein überdimensionierter Netzausbau; zurück zum Parteiratsbeschluss vom März 2015</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Kein_ueberdimensionierter_Netzausbau_zurueck_zum_Parteiratsbeschluss_vo-18088</link>
                        <author>OV Altdorf (beschlossen am: 02.08.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Kein_ueberdimensionierter_Netzausbau_zurueck_zum_Parteiratsbeschluss_vo-18088</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>A. Wir beantragen, dass die Delegierten, MdB &#039; s und MdL &#039; s von Bündnis 90 / Die Grünen den geplanten Netzausbau, sowohl mit HGÜ - Trassen, als auch mit 380 kV Leitungen neu bewerten. (Die neue Thüringer Strombrücke und der bayerische Südostring sichern bereits jetzt die Energieversorgung in Bayern!!!).<br>
B. Stromtrassen sind Bestandteil der Basis - Infrastruktur. Sie sind zu behandeln wie Straßen, Schienenwege und Wasserleitungen. Wir stehen als Grüne dafür, dass diese Infrastrukturen öffentlich sind und nicht abhängig von privaten Konzerninteressen. Notwendig dafür ist eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und des Energieleitungsausbaugesetzes. Wir beantragen, dass dazu der Bundesbedarfsplan überprüft und geändert wird.<br>
Deswegen bitten wir die Delegierten, sich erneut für den Parteiratsbeschluss vom März 2015 auszusprechen und für diesen öffentlich einzutreten. (siehe Anhang)</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Trassen verhindern eine dezentrale Energiewende mit erneuerbaren Energien und dienen nur dem internationalen Stromhandel. Kohle- und Atomstrom fließen am Ende durch diese Leitungen. Es gibt keinen unabhängigen Nachweis für den Bedarf. Die Trassenplanung hat keine rechtliche Grundlage (Aarhus Konvention), denn die Netzausbau- Planung missachtet in Deutschland geltendes Völkerrecht. Trassen werden so zu staatlichen Schwarzbauten. Die Milliardenkosten tragen die Verbraucher/innen über den Strompreis. Freileitungen oder Erdkabel bedeuten tiefe Eingriffe in die Natur und gerade deshalb verstehen die Menschen hier die Haltung unserer Partei überhaupt nicht. &quot;Die Grünen sind nicht mehr grün!&quot;)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Förderung von dezentraler Stromerzeugung durch erneuerbare Energien muss in der Grünen - Politik Vorrang behalten. Die Grünen haben sich auf Landes- und Bundesebene für den geplanten, überdimensionierten Trassenausbau positioniert, zuletzt bei Veranstaltungen in Altdorf im November 2016 mit MdB Dieter Janecek und zuletzt am 22. Mai 2017 mit MdL Martin Stümpfig auf Einladung der &quot;taz&quot;. Das nach wie vor konsequente Eintreten für den Netzausbau stößt auf heftige Kritik bei den zahlreichen BI &#039;s und bei den vom Netzausbau betroffenen Bürger/innen und auch bei Mitgliedern des BN. Wäre es nicht an der Zeit, diesen Wähler/innen ein Stück weit entgegenzukommen? Mit dem bayerischen Parteiratsbeschluss vom März 2015, den wir gemeinsam mit MdL Ludwig Hartmann ausgehandelt haben, waren wir auf dem richtigen Weg. Leider wurde dieser Beschluss nach Mitteilung von MdL Martin Stümpfig im Herbst 2015 ersetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für eine dezentrale Stromerzeugung aus regenerativen Energien bedarf es vor allem intelligenter Verteilnetze, Entwicklung und Bau von Speichertechnologien, Kraft-Wärmekoppelungsanlagen, Blockheizkraftwerke, Energieeffizienz und Energieeinsparen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss intensiviert und besser werden. Aber dafür bedarf es keines überdimensionierten Netzausbaues, wie die Professoren Hubert Weiger, Jarass, von Hirschhausen, Claudia Kemfert und neuerdings auch eine Grupppe von Erlanger Professoren im Auftrag von N-ERGIE belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Bau überdimensionierter Stromtrassen bedient vorrangig wirtschaftliche Interessen von Großkonzernen. (frühere Betreiber der AKW)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die von der Bundesnetzagentur zugesagten 9,05 % Rendite (bei Netzoptimierung nur 7 % ) wird der Anreiz verstärkt, Natur und Lebensgrundlagen in Rendite zu transformieren. Die Versicherungswirtschaft wirbt für die Stromtrassen als Anlageobjekt. Deutschland ist schon heute Nettoexporteur von Strom (2-fache Leistung etwa von Gundremmingen). Das geht weit über den Versorgungsauftrag des Staates für seine Bürger und Unternehmen hinaus. Im Zuge des europäischen Netzausbaus (ENTSO-E) soll das zukünftig noch verstärkt werden. Exportweltmeister Deutschland auf Kosten der Bürger/innen und vor allem der Natur!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuelle Netzplanung ignoriert ökologisch sinnvolle Varianten, die durch politische Steuerung möglich wären. Im Bereich &quot;Einflussgrößen auf die Netzentwicklung - Teil 2 &quot; der ÜNB vom 14.07.14 wird die Sensitivität &quot;CO2 - Preis&quot; analysiert. Der Preis der CO2 - Zertifikate beträgt derzeit 5 bis 6 € pro Tonne. Wenn die Klimaschutzziele der Bundesregierung eingehalten werden sollen, dann müsste dieser bei etwa 93 € pro Tonne liegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei den Planungen fehlen ausreichende Maßnahmen gegen gesundheitliche Gefährdungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei den Grenzwerten gilt es, vorsorgende Grenzwerte zu fordern, wie z. B. in der Schweiz und den USA, um die Bevölkerung ausreichend zu schützen. (Bostoner Studie - ionisierende Teilchen). Ausreichende Sicherheitsabstände von mindestens 400 m Abstand zur Wohnbebauung wären dringend erforderlich, auch in Bayern, denn gesundheitliche Risiken, speziell für Kinder sind bekannt!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 05 Sep 2017 10:40:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>TO1neu: Vorschlag zur Tagesordnung</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Vorschlag_zur_Tagesordnung-1118</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 14.08.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Vorschlag_zur_Tagesordnung-1118</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tagesordnung Samstag</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Beginn: 11 Uhr</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 1 Eröffnung und Begrüßung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 2 Politische Debatte</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 3 Die Freiheit sicher machen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 4 Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 5 Landtagswahl 2018</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 6 Anträge Teil 1</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 7 Haushalt</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 8 Jubiläum Petra-Kelly-Stiftung/GRIBS</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ende: 21 Uhr</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tagesordnung Sonntag</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Beginn: 9 Uhr</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 9 Wir bewegen Bayern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 10 Wahlen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>TOP 11 Anträge Teil 2</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Ende: 15 Uhr</em></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Sep 2017 17:20:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Urwahl zum Spitzenduo zur Landtagswahl 2018</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Urwahl_zum_Spitzenduo_zur_Landtagswahl_2018-58213</link>
                        <author>Landesvorstand und Landesausschuss (beschlossen am: 02.09.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Urwahl_zum_Spitzenduo_zur_Landtagswahl_2018-58213</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die LDK möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesdelegiertenversammlung beschließt zur Benennung von zwei Spitzenkandidat*innen für die Bayerische Landtagswahl 2018 die Durchführung einer Urwahl gemäß §12 (4) der Satzung. Diese zwei Spitzenkandidat*innen werden in einer basisdemokratischen Wahl von allen Mitgliedern unserer Partei bestimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Spitzenkandidat*innen vertreten die Partei im Wahlkampf in herausgehobener Position. Sie verantworten die Wahlkampfstrategie und die Wahlkampagne gemeinsam mit dem Landesvorstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Im Urwahlbrief soll dafür folgende Frage beantwortet werden</strong><strong>(nach §12 (4) der Satzung und nach §9 (4) Urabstimmungsordnung)</strong><strong>:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>„Welche zwei Personen aus der folgenden Liste sollen Spitzenkandidat*innen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern zur Landtagswahl 2018 sein?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(<em>Hier folgen nach Geschlecht und alphabetisch nach Nachnamen geordnet die bis zum Bewerbungsschluss eingegangenen Namen der Bewerber*innen</em>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei Benennungen von Spitzenkandidaturen kann jede/r Abstimmungsberechtigte so viel JA-Stimmen vergeben, wie Positionen zu besetzen sind. Pro Kandidat*in kann nur eine Stimme vergeben werden. Der Wahlzettel kann insgesamt auch NEIN oder ENTHALTUNG gekennzeichnet werden. Die Zahl der abgegebenen Stimmen für männliche Bewerber darf die Zahl der für Männer offenstehenden Positionen nicht übersteigen; in diesem Fall ist der Stimmzettel ungültig.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Verfahren zur Umsetzung der Urabstimmung beschließt gemäß §6 (2) der Urabstimmungsordnung der Landesausschuss.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Sep 2017 15:02:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: Finanzierung des geistlichen Führungspersonals der Kirchen (u.a. Bischöfe) durch den Staat beenden!</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Finanzierung_des_geistlichen_Fuehrungspersonals_der_Kirchen_u_a__Bisch-61707</link>
                        <author>LAG Säkulare Grüne Bayern (beschlossen am: 01.07.2017)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Finanzierung_des_geistlichen_Fuehrungspersonals_der_Kirchen_u_a__Bisch-61707</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bündnis 90/Die Grünen in Bayern fordern, dass auf bayerischer Ebene ein Dialog des Freistaats mit der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche geführt werden soll, der zum Ziel hat, den in Art. 140 Grundgesetz in Verbindung mit Art. 138 Abs. 1 Weimarer Reichsverfassung formulierten Auftrag zur Ablösung der Staatsleistungen zu erfüllen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Artikel 140 Grundgesetz lautet: &quot;Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Artikel 137 Abs. 1 Weimarer Verfassung klärt: &quot;Es besteht keine Staatskirche.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Artikel 138 Abs. 1 Weimarer Verfassung verlangt: &quot;Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Verfassungsauftrag, die direkten Staatsleistungen an die Kirchen abzulösen, besteht also seit nahezu 100 Jahren. Er beinhaltet sowohl die Anerkenntnis, dass diese Staatsleistungen einen Ausgleich für die Einziehung kirchlicher Besitztümer im Rahmen der Säkularisierung vor mehr als 200 Jahren darstellen, zugleich aber auch die Aufforderung, die Staatsleistungen zeitlich zu begrenzen. Die vom Bundesvorstand eingerichtete Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat“ bekundet in ihrem Abschlussbericht: „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen diesen Verfassungsauftrag endlich umsetzen.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zwischen 1950 und 2010 haben die beiden großen Kirchen in Bayern zusammen über 3 Milliarden Euro erhalten. In dieser Zeit verzehnfachten sich die jährlichen Staatsleistungen (1950: 8.024.000 Euro, 2010: 87.230.000 Euro). Mit den Geldern werden vor allem Beschäftigte der Kirchen bezahlt, angefangen von den einfachen Angestellten bis hin zu den Bischöfen. Dies geht aus den Staatshaushalten dieser Jahre hervor, insbesondere dem Einzelplan 05 für den Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Leistungen an die Katholische Kirche erfolgen gemäß Gesetz zur Ausführung konkordats- und staatskirchenvertraglicher Verpflichtungen Bayerns (AGKStV) vom 7. April 1925 in der in der Bayerischen Rechtssammlung (BayRS 2220-3-K) veröffentlichten bereinigten Fassung. Das AGKStV wurde am 11. Dezember 2012 (GVBl. S. 641) dahingehend geändert, dass für die Personalkosten ab 2013 pauschale Zahlungen geleistet werden. Damit tauchen die einzelnen Haushaltstitel, z.B. 684-01-6 Jahresrenten für 7 Erzbischöfe und Bischöfe, 684 02-5 Gehaltszulagen für 12 Weihbischöfe sowie die Jahresrenten für 14 Dignitäre (684 03-4), 60 Kanoniker (684 04-3) und 42 Domvikare (684 05-2) nicht mehr lesbar auf. Der Haushaltsansatz für pauschale Zahlungen für den Personalaufwand der sieben bayerischen (Erz-)Diözesen einschließlich Abwicklung der Jahresrenten der Erzbischöfe und Bischöfe liegt 2016 bei 11.800.000 Euro.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Leistungen an die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern erfolgen gemäß Art. 21 des Vertrages zwischen dem Bayerischen Staat und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern r.d.Rh. vom 15. November 1924 (BayRS 2220-1-K) in Verbindung mit Art. 2 des Gesetzes zur Ausführung konkordats- und staatskirchenvertraglicher Verpflichtungen Bayerns (AGKStV, GVBl 2012 S. 641 ff.). Der Haushaltsansatz für den pauschalen Personalaufwand des evangelisch-lutherischen Landeskirchenrats beträgt 2016 Jahr genau 2 Millionen Euro.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Haushaltsansätze für sämtliche Leistungen (ohne Zuschüsse für Kirchenbauten) an die beiden Kirchen betragen 2016 für die katholische Kirche 81.550.000 Euro und für die evangelisch-lutherische Kirche 23.549.000 Euro, zusammen also 105 Millionen Euro.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die acht sonstigen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften*) liegen die Haushaltsansätze 2016 bei 589.000 Euro. Das sind 0,6 Prozent der Leistungen an beide großen Kirchen. Der Staatszuschuss wird mit Parität begründet und je Bekenntnisangehörigen bzw. Mitglied wie bei der Katholischen und der Evangelisch-lutherischen Kirche gewährt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Leistungen des Freistaats Bayern &quot;für kirchliche Gebäude usw.&quot; liegen 2016 bei 35.083.900 Euro (Haushaltsansatz).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Völlig unabhängig von den direkten &quot;Staatsleistungen&quot; an die Kirchen läuft die Finanzierung der kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie. Sie werden nach den gleichen Regeln finanziert wie alle &quot;freien Träger&quot;, im Gesundheits- und Sozialsystem Deutschlands, z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband und die Arbeiterwohlfahrt. Caritas und Diakonie werden zu rund 98 Prozent durch den Staat bezahlt und nur zu 2 Prozent von den Kirchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Finanzierung der beiden großen Kirchen durch den Staat ist nicht mehr gerechtfertigt. Eine 1919 mögliche Ablösesumme für die Staatsleistungen ist angesichts der Milliardenbeträge, die den beiden Kirchen in nun beinahe hundert Jahren zugeflossen sind, längst beglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Angesichts der erheblichen Veränderung in der Zusammensetzung der Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf ihre religiöse oder religionsfreie Weltanschauung (weniger als 60 Prozent sind Mitglieder der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche, trotzdem steigen die Staatsleistungen kontinuierlich) und angesichts von rund einem Drittel konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger wird es immer wichtiger, die von der Verfassung geforderte Trennung von Staat und Kirche auch in die Praxis umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>*) Alt-Katholische Kirche in Bayern,<br>
Bund für Geistesfreiheit in Bayern,<br>
Griechisch-Orthodoxe Metropolie (Vikariat Bayern),<br>
Russisch-Orthodoxe Kirche in Bayern,<br>
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, Vereinigung Bayern,<br>
Evangelisch-Methodistische Kirche in Bayern,<br>
Rumänisch-Orthodoxe Kirche in Bayern,<br>
Humanistischer Verband Deutschlands - Bayern</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Sep 2017 09:20:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6: Nachhaltig leben und wirtschaften in den bayerischen Alpen</title>
                        <link>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Nachhaltig_leben_und_wirtschaften_in_den_bayerischen_Alpen-62555</link>
                        <author>Bezirksvorstand Oberbayern, Helga Mandl (KV Traunstein), Elisabeth Janner (KV Miesbach)</author>
                        <guid>https://bayern.antragsgruen.de/bayern/Nachhaltig_leben_und_wirtschaften_in_den_bayerischen_Alpen-62555</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die bayerischen Alpen: Ein Paradies - in Gefahr!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Schönheit von Natur und Landschaft der bayerischen Alpen ist das Markenzeichen des Freistaats<strong>: </strong>Artenreichtum &amp; landschaftliche Vielfalt, Kultur &amp; Tradition, Wirtschaftskraft &amp; Lebensqualität. Der bayerische Alpenraum gleicht einem Paradies - doch das Paradies ist bedroht!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der wachsende Tagestourismus überrollt Dörfer und Natur - und hinterlässt wenig Wertschöpfung in unseren international nur noch selten konkurrenzfähigen Tourismusorten. Der Klimawandel und viele Schadstoffe, nicht zuletzt verursacht durch den immensen Straßenverkehr und den alpenquerenden Güterverkehr, setzen dem sensiblen Ökosystem zu. Besonders betroffen ist davon der Bergwald mit seinen vielfältigen Schutzfunktionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der demographische Wandel, hohe Immobilienpreise, Abwanderung junger Leute in die Städte, der Preisverfall in der Landwirtschaft und eine alternde Infrastruktur bedrohen die Zukunftsperspektiven des bayerischen Alpen- und Alpenvorlandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die CSU-Staatsregierung unternimmt dagegen nichts, sie zerstört mit Schneekanonen, Skischaukeln, Gewerbegebieten auf der grünen Wiese und immer mehr Straßenverkehr das wertvollste Kapital: die Schönheit der Natur und das kulturelle Erbe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um diesen Herausforderungen zu begegnen, braucht es eine politische Perspektive, die Natur- und Landschaftsschutz, Lebensqualität und Wohlstand für die Bevölkerung im bayerischen Alpenraum vereint. Eine Perspektive auf eine prosperierende Zukunft für die nächsten Jahrzehnte, in der es sich zu leben und zu investieren lohnt, in der Schönheit und Reichtum von Natur und Landschaft nicht aufgezehrt, sondern als gemeinsames Erbe und Kapital für morgen verantwortungsvoll erhalten und ideenreich gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GRÜNE Strategie für die Alpen- und Voralpenregion beinhaltet Natur- und Landschaftsschutz ebenso wie eine verträgliche Tourismusentwicklung und Konzepte für zukunftsfähige Mobilität und eine erneuerbare Energieversorgung. Und sie setzt der viel beklagten Sogwirkung der Ballungsräume eigenständige, tragfähige Entwicklung entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser größtes Kapital: Vielfalt und Schönheit von Natur und Landschaft erhalten!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die einzigartigen Lebensräume mit ihren Mooren, Flusslandschaften, Wäldern und Gebirgslandschaften wollen wir GRÜNE erhalten. Der ökologische Reichtum und die landschaftliche Schönheit prägen die Region. Sie sind die entscheidende Grundlage für Lebensqualität und wirtschaftliche Chancen der Menschen, die hier leben. Deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einbeziehung des Ammergebirges in die ergebnisoffene Suche nach geeigneten Nationalparkstandorten in Bayern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Erhaltung der verbliebenen frei fließenden Gewässer. Renaturierung geeigneter Gewässer. Revitalisierung von Mooren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wildtiermanagementkonzepte für wiederkehrende große Beutegreifer wie Braunbär, Wolf und Luchs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Keine neuen Beschneiungsanlagen und keine Gewerbegebiete auf der &quot;grünen Wiese&quot;.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Statt Zersiedelung: Intakte Orts- und Landschaftsbilder pflegen und entwickeln!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anstatt Großmärkte, Discounter und Fast-Food-Ketten am Ortsrand oder gar neue Gewerbegebiete an Autobahnen zu schaffen, wollen wir die Ortszentren stärken. Die GRÜNEN wollen den ländlichen Raum auch für junge Menschen wieder anziehend machen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schnelles Internet für alle Haushalte. Flächendeckend gute Mobilfunkversorgung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In den Klein- und Mittelstädten des Voralpenlandes soll der Grundsatz &quot;kompakt, urban, grün&quot; gelten. Das Leitbild &quot;Stadt der kurzen Wege&quot; ermöglicht es, viele Wege des täglichen Bedarfs fußläufig oder mit dem Fahrrad anstatt mit dem PKW zu erledigen. Dies ist auch eine wichtige Vorsorge für ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verkehrsberuhigung und Aufwertung des öffentliche Raums, Unterstützung von Dorfladeninitiativen. Dadurch Steigerung der Attraktivität kleinerer Siedlungen für die Bewohnerinnen und Bewohner und für den Tourismus.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wiedereinführung des von der Staatsregierung aufgehoben Anbindegebots: Gewerbegebiete sollen nur angrenzend an bestehende Siedlungsstrukturen möglich sein um die Zersiedelung der verbliebenen Freiflächen zu begrenzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gut für die Natur - gut für den Menschen: Bäuerliche Landwirtschaft retten, Bergwald sichern!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel der GRÜNEN ist es, die traditionellen, bäuerlichen Strukturen zu erhalten. Weil sie angesichts fallender Preise oft nicht konkurrenzfähig sind, brauchen sie unsere Unterstützung. Deshalb wollen die GRÜNEN:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Staatliche Programme für Direkt- und Regionalvermarktung und regionale Markenbildung. Diversifizierung des Produktangebotes und eine höhere regionale Wertschöpfung durch Lebensmittelverarbeitung und -vertrieb vor Ort. Nicht nur, aber auch BIO.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von genossenschaftlichen Kooperativen. Wiederbelebung des Produkts &quot;Urlaub auf dem Bauernhof&quot;.<br></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bergwald ist wichtig für Natur und Mensch: Als Lebensraum, Erholungsraum, als Schutzwald vor Erosion und als Holzlieferant. Klimawandel und Abgase setzen dem Wald massiv zu. Deshalb streben die GRÜNEN an:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Markeninitiative „Bayerisches Bergwaldholz“ mit dem Ziel der Vermarktung einheimischer Holzarten für Qualitätsprodukte. Anreize zur Umsetzung von Bauprojekten in Holzbauweise.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wirksame Reduzierung des Wildverbisses. Stopp von Kahlschlägen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vielfalt und Schwerpunktbildung: Wirtschaftliche Prosperität für morgen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Region fällt hinter die Wachstumsmagneten der Großstädte zurück. Wir brauchen hochwertige Arbeitsplätze im Alpenraum für die langfristige Existenzsicherung der einheimischen Bevölkerung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Somit wirken wir der Abwanderung junger Menschen entgegen und ermöglichen Wohlstand auch für die Zukunft. Die GRÜNEN wollen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Den Tourismus international wieder wettbewerbsfähig machen: mit sanften, kreativen und inklusiven Konzepten. Diversifizierung des Angebotes im gesamten Jahr - jenseits des wenig zukunftsträchtigen Alpin-Skifahrens.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine „Gesundheitsregion bayerischer Alpenraum“ etablieren und weiterentwickeln.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gründung eines einheitlichen Tourismusverbandes und einer Dachmarke &quot;Bayerische Alpen&quot;.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ansiedlung von Gründer- und Innovationszentren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schnelles Internet überall.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mobilitäts- und Energiewende: Infrastruktur fit für die Zukunft machen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am Auto führt derzeit bei uns kein Weg vorbei. Dabei machen es uns unsere österreichischen und schweizer Nachbarn vor: Innovative Angebote mit ÖPNV, Fahrrad, Car- und Ride-Sharing verbessern die Mobilität für jung &amp; alt, erhöhen die Attraktivität für Touristen und schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Im Energiebereich werden zu viele Chancen vertan. Der ländliche Raum kann künftig der Energieversorger der Städte sein, doch dazu braucht es jetzt Investitionen in Erneuerbare Energien. Die GRÜNEN wollen den Alpenraum zum Vorreiter machen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schaffung flächendeckender, einheitlicher und einfacher Tarifverbünde und massiver Ausbau des ÖPNV.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau eingleisiger Bahnstrecken zu elektrifizierten zweigleisigen Strecken. Gute Busverbindungen zwischen den Städten mit engen Takten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bessere Fahrradmitnahme, auch im Bus. Bike-Sharing-Systeme in den Städten und gute, sichere Radwege auch auf dem Land.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung v.a. mit Geothermie und Fotovoltaik.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Alpenplan einhalten, Alpenkonvention umsetzen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bereits 1972 wurde im sogenannten Alpenplan die Erschließung der bayerischen Alpen geregelt und begrenzt. Im Jahr 1991 wurde die Alpenkonvention von allen Anrainerstaaten unterzeichnet. Leider fehlt es gerade in Bayern am politischen Willen, die Protokolle und Deklarationen der Alpenkonvention tatsächlich umzusetzen. Die Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu zeigt exemplarisch, dass die CSU-Staatsregierung diese sinnvollen Leitlinien mit Füßen tritt und damit sogar einen völkerrechtlichen Vertrag bricht. Die Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik der EU setzte bislang ebenfalls wenig Anreize, die die Umsetzung der Alpenkonvention vorangebracht hätten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GRÜNEN treten dafür ein, den Alpenplan einzuhalten und die Alpenkonvention endlich umzusetzen. Nur so können Lebensgrundlagen und Lebensqualität der Menschen, die Artenvielfalt und die einzigartigen Kulturlandschaften für nachfolgende Generationen erhalten bleiben.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 25 Aug 2017 10:45:00 +0200</pubDate>
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