| Veranstaltung: | Landesdelegiertenkonferenz 2021 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Julia Post (KV München) |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Angelegt: | 07.10.2021, 17:17 |
A11: Sozialunternehmertum in Bayern stark machen
Antragstext
- Zuständigkeit für Social Entrepreneurship und Soziale Innovationen in der
Bayerischen Staatsregierung schaffen
- Soziale Innovations- und Gründungszentren errichten, mindestens eines in
jedem Regierungsbezirk
- Landesförderprogramm zur Stärkung des Netzwerks und zur besseren
Finanzierung von Sozialunternehmen auflegen
- Öffentliche Beschaffung nach sozial-ökologischen Kriterien ausrichten:
Fester Prozentsatz von öffentlichen Aufträge für Sozialunternehmen und
Non-Profit-Organisationen
- Social Entrepreneurship in Lehrpläne und Curricula integrieren
Begründung
Für eine zukunftsfähige Wirtschaft müssen wir die Erfolgsmessung von Unternehmen neu definieren. Viele Sozialunternehmen („Social Entrepreneurs“) machen bereits vor wie es gehen kann: Wirkung vor Profit! Sie widmen sich dem Lösen gesellschaftlicher Herausforderungen wie Bildungsgerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Klimaschutz oder Gleichstellung und setzen dabei auf Prävention statt Symptombekämpfung.
Eine Studie von Ashoka und McKinsey aus dem Jahr 2019 hat aufgezeigt, dass in den deutschen Sozialunternehmen und Social Start-Ups ein Milliardenpotenzial steckt (https://www.ashoka.org/de-de/story/studie-von-ashoka-und-mckinsey-zeigt-milliardenpotenzial-von-sozialen-innovationen). Diese gemeinwohlorientierten Unternehmen entlasten damit an vielen Stellen die öffentliche Hand und schaffen Arbeitsplätze.
Staatliche Strukturen müssen gemeinwohlorientiertem Wirtschaften endlich Vorfahrt geben. Dazu gehören zu allererst Zuständigkeiten in Politik und Verwaltung. Sozialunternehmen benötigen außerdem zielgruppenspezifische Förder- und Finanzierungsinstrumente. Dazu kann die öffentliche Hand auch als Auftraggeberin selbst aktiv beitragen.
Eine zukunftsfähige Wirtschaft beginnt bereits in der Ausbildung. „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“, so steht es in der Verfassung des Freistaates Bayern. Dies muss sich in einem Update von Lehrplänen und Curricula wiederfinden.
Unterstützer*innen
- Margot Lopez (KV München)
- Anais Schuster-Brandis (KV München)
- Verena Matzner (KV München)
- Reinhard Gloggengiesser (KV München)
- Anna Weyand (KV München)
- Fabian Norden (KV München)
- Stephanie Schuhknecht (KV Augsburg-Stadt)
- Tina Winklmann (KV Schwandorf)
- Maria Krieger (KV Kelheim)
- Katharina Schulze (KV München)
- Sanne Kurz (KV München)
- Sabine Pilsinger (KV München-Land)
- Christian Hartranft (KV München)
- Dieter Janecek (KV München)
- Andreas Krahl (KV Garmisch-Partenkirchen)
- Judith Bogner (KV Mühldorf)
- Sabine Miksa (KV München)
- Ulrich Lindner (KV Schwabach)
- Luis Emmerich (KV München)
- Daniela Vitzthum (KV Nürnberg-Land)
- Sarah Onken (KV Ebersberg)
- Kerstin Daser (KV Mühldorf)
- Gerrit Siegers (KV München)
- Martin Züchner (KV München)
- Nicole Augustin (KV Ebersberg)
- Angela Büttner (KV München)
- Martin Staude (KV München)
- Matthias Lorentzen (KV Augsburg-Stadt)
- Antonia Cruel (KV München)
- Heidi Schiller (KV München)
- Ursula Harper (KV München)
- Maria-Josefine Haimerl (KV Kelheim)
- Oliver Strisch (KV Eichstätt)
- Stephan Pösse (KV Aschaffenburg-Land)
- Christoph Beck (KV Schwandorf)
- Martina Thalmayr (KV Rosenheim)
- Jürgen Friedrichs (KV Ebersberg)
- Benedikt Rapp (KV Dillingen)
- Wolfgang Hofmann (KV Bad Kissingen)
- Cornelia Lentner (KV München)
- Karin Scherer (KV Erlangen-Land)
- Katharina Ziegler (KV Miesbach)
- Anneliese Droste (KV Neustadt-Waldnaab)
- Karina Hagemann (KV Miesbach)
- Inge Pütz-Nobis (KV Forchheim)
- Matthias Bulbuk (KV Augsburg-Land)
- Konrad Thees (KV Erding)
- Ingrid Karg (KV Roth)
Kommentare
Martin Weberbeck:
Der Antrag zum Sozialunternehmertum in Bayern nennt zwar fünf Handlungsfelder, sagt aber nicht, was unter „Sozialunternehmertum“ zu verstehen ist und welche Ziele erreicht werden sollen. Woran kann man erkennen, dass eine wirtschaftliche Tätigkeit dem Gemeinwohl dient? Ist dies beispielsweise die Steigerung des Wohlstands aller Bevölkerungsgruppen, und was muss hierfür geschehen?
Ich halte die Frage, wohin sich unsere Wirtschaft entwickeln soll, für sehr wichtig. Hier werden wir uns von anderen politischen Parteien unterscheiden. Auf diese Frage finde ich aber in dem Antrag in der jetzigen Fassung keine Antwort.
Ich rege daher an, den Antrag nochmal zu überarbeiten und in geänderter Form erneut zu stellen.
Andrea Hecking:
Julia Post: